Die Logistiker hatten im dritten Quartal viel zu tun. Die Online- und Versandhändler in Deutschland erzielten einen Umsatz von 8,1 Mrd. Euro. (Foto: Hermes)

Online- und Versandhandel

Starkes drittes Möbel-Quartal

Das bisher stärkste Quartal des Jahres: Im Zeitraum von Juli bis September 2011 erzielten die Online- und Versandhändler in Deutschland einen Umsatz von 8,1 Mrd. Euro. Davon wurden 5,15 Mrd. Euro über das Internet erzielt. Dies entspricht einem Anteil von 63,6 Prozent.

Die fünf umsatzstärksten Warengruppen: Bekleidung/Textilien/Schuhe (2,7 Mrd. Euro), Medien, Bild- und Tonträger 792 Mio. Euro), Computer und Zubehör (682 Mio. Euro), Unterhaltungselektronik (681 Mio. Euro) und, last not least, Möbel und Dekorationsartikel mit 568 Mio. Euro Umsatz.

Gegenüber dem zweiten Quartal (321 Mio. Euro) legten Einrichtungsgegenstände demnach um stolze 76 Prozent zu. Vermutlich spielte hier das schlechte Sommerwetter eine Rolle. Wenn einem Zuhause die Decke auf den Kopf fällt, kann man sich auch gleich neu einrichten, dachten wohl viele. Zumindest spricht auch der 195-prozentige Anstieg bei Haushaltsgeräten für einen Home Improvement-Effekt (2. Quartal: 165 Mio. Euro, 3. Quartal: 488 Mio. Euro).

Die ersten drei Quartale 2011 ergeben insgesamt einen Umsatz von 24,1 Mrd. Euro. Der durchschnittliche Anteil des E-Commerce liegt mit 15,7 Mrd. Euro Umsatz bei 65 Prozent. Ausgehend von den Umsatzzahlen des interaktiven Handels der vergangenen neun Monate rechnet der Bundesverband des Deutschen Versandhandels (bvh) für das Gesamtjahr nach wie vor mit einem Gesamtumsatz von über 32,2 Mrd. Euro (+7 Prozent gegenüber 2010). Der reine E-Commerce-Anteil wird dann bei 21,1 Mrd. Euro (+15 Prozent) liegen und so einen Anteil von 65 Prozent am gesamten Umsatz des interaktiven Handels erreichen.

Die Aussichten für die Erfüllung der Prognosen sind gut: "In Kürze beginnt das Weihnachtsgeschäft. Aus der Erfahrung der vergangenen Jahre gehen wir aktuell davon aus, dass der Quartalsumsatz des dritten Quartals noch einmal getoppt werden kann", so Christoph Wenk-Fischer, bvh-Hauptgeschäftsführer.

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