AFG
Stark von der Wirtschaftskrise betroffen
Auch bei der Schweizer Arbonia-Forster AG hat die weltweite Wirtschaftskrise deutliche Spuren hinterlassen. Die Halbjahresbilanz 2009 verzeichnet ein Umsatzminus von 16,4 Prozent auf 624,4 Mio. CHF (ca. 410 Mio. Euro)
Auch bei der Schweizer Arbonia-Forster AG hat die weltweite Wirtschaftskrise deutliche Spuren hinterlassen. Die Halbjahresbilanz 2009 verzeichnet ein Umsatzminus von 16,4 Prozent auf 624,4 Mio. CHF (ca. 410 Mio. Euro) beziehungsweise währungsbereinigt -13,1 Prozent. Massive Einbrüche mussten vor allem die Devisionen Stahltechnik (-32,9%) und Oberflächentechnologie (-47,6 %) hinnehmen, da diese insbesondere von der Automobil- und Druckindustrie abhängen. Die bauorientierten Divisionen haben sich hingegen weiterhin als Stütze des Konzerns erwiesen und kamen – abgesehen von dem zentralen Bereich Heiztechnik und Sanitär (-17,3%) – mit einstelligen Rückgängen davon.
Die Devision Küchen und Kühlen, zu der u. a. die Marken Forster, Piatti und Miele – Die Küche zählen, verlor acht Prozent Umsatz und kam in den ersten sechs Monaten auf 120,1 Mio. CHF, umgerechnet 78,47 Mio. Euro. Der Bereich Küchen habe dabei insbesondere durch die rückläufige Nachfrage im Export und im Objektgeschäft sowie einer entsprechend aggressiven Preissituation gelitten. [page_break]
"Die erzielten Resultate liegen unter unseren Erwartungen", gibt AFG-Präsident Edgar Oehler zu, seien aber letztlich mit den schwierigen Marktverhältnissen erklärbar. Neben der stagnierenden Konjunktur im heimischen und deutschen Wohnungsbau hatte vor allem die Rezession in Osteuropa mit den Hauptmärkten Russland, Polen, und Slowakei große Effekte auf die AFG-Bilanz. Zusätzlich wirkte sich die Stärke des Schweizer Franken negativ aus. Nicht zuletzt dadurch sank die Marge und musste der Konzern insgesamt Verluste von 23,3 Mio. CHF (15 Mio. Euro)hinnehmen.
Das Unternehmen rechnet vor 2011 nicht mit einer nachhaltigen Verbesserung der weltweiten Wirtschaftslage, selbst wenn sich einige Bereiche wie der Bausektor wieder leicht erholen. Deshalb ist ein Personalabbau um 10 Prozent geplant (2008 waren 6.100 Mitarbeiter bei der AFG beschäftigt), was zu einer Kostenreduktion um 150 Mio. Franken (98 Mio. Euro) führen soll.
Eine weitere Neuigkeit im Rahmen der Halbjahresbilanz betrifft eine Personalie: Zum 1. September wird Christoph Schönenberger (41), bisher General Counsel und Leiter Corporate Services, Mitglied der Konzernleitung und die Funktionen Recht, Personal und Kommunikation übernehmen.

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