XXXLutz will sich gemeinsam mit Poco in Göttingen ansiedeln.

XXXLutz

Standort Göttingen nach wie vor umstritten

Wie bereits bekannt, plant XXXLutz sich gemeinsam mit Poco in Göttingen anzusiedeln. Insgesamt ist in der niedersächsischen Universitätsstadt eine Verkaufsfläche von 33.000 qm vorgesehen. Laut „hna.de“ gehen die Österreicher davon aus, dort einen Jahresumsatz in Höhe von 35 Mio. Euro erwirtschaften zu können. Gegner des Projekts rechnen eher mit 45 Mio. Euro. Und weitere interessante Zahlen gibt es in dem Artikel: Demnach liegt der Jahresumsatz aller Göttinger Häuser – darunter Möbel Jäger, Bono und Sconto – bei rund 70 Mio. Euro, im Einzugsgebiet sollen es gut 130 Mio. Euro sein, auf einer Gesamtverkaufsfläche von 115.000 qm. Durch die Ansiedlung von XXXLutz könnte es, so befürchten die Unternehmen, zu Umsatzverlusten in Höhe von zehn bis 20 Prozent pro Jahr kommen. Bono-Geschäftsführer Jörg Schwill gehe, so das Onlineportal, von einer „Zahlungsunfähigkeit in wenigen Jahren“ aus, wenn Lutz in geplanter Größe bauen darf.

Ein von der Stadt Göttingen in Auftrag gegebenes Gutachten der GMA sieht dagegen nur eine geringe Gefahr – wenn die Häuser gut positioniert sind. Doch es gibt auch ein Gegengutachten, dass die Möbelhäuser in Auftrag gegeben haben. Erstellt wurde dieses von den Standortberatern von Bulwiengesa. Und diese kommen zu dem Ergebnis, dass die Verdrängungsgefahr groß sein wird. Ihr Vorschlag: XXXLutz und Poco müssten sich mit insgesamt 23.500 qm zufrieden geben. „Das wäre immer noch viel, aber vertretbar“, heißt es dazu von Seiten der etablierten Einrichter.

Ärger ist auch schon in puncto Randsortimente vorprogrammiert. Denn das Göttinger Einzelhandelskonzept sieht hier eine Verkaufsflächenbegrenzung für Standorte auf der grünen Wiese vor. Diese liegt bei nur 800 qm. Sicherlich zu wenig für XXXLutz – mindestens 1.350 qm sind hier vorgesehen.

Noch ist nichts entscheiden. Die Politik ist sich noch nicht einig, ob sie dem Projekt grünes Licht geben wird.

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