Küchen in Austria

Stagnation auf hohem Niveau

Der österreichische Küchenmarkt entwickelte sich im Jahr 2018 nur seitwärts. Dies ergibt die aktuelle Marktanalyse von Branchenradar.com. Nach Herstellerumsätzen - ohne Geräte - wurden 502,4 Mio. Euro erzielt (2017: 504,3 Mio. Euro). Insgesamt 179.000 Küchen wurden im vergangenen Jahr verkauft. Dies bedeutet immerhin Stagnation auf hohem Niveau.

Zwar wuchs der Bedarf in neuerrichteten Wohnungen und Eigenheimen um 2,8 Prozent gegenüber Vorjahr, gleichzeitig wurden allerdings um ein Prozent weniger alte Küchen durch neue ersetzt als im Jahr davor. Der Herstellerumsatz mit Küchenmöbeln sank um 1,5 Prozent gegenüber Vorjahr auf knapp 390 Mio. Euro, vor allem durch den Trend zu preisgünstigeren Modellen, oftmals auch Handelsmarken. Mit Ausnahme von Küchen aus Massivholz sanken die Erlöse in allen Materialgruppen. Selbst die vergleichsweise höherpreisigen Lackküchen entwickelten sich erstmals rückläufig. Die Qualität einer Küche definierte sich jedoch mehr denn je über die Wahl der Spüle und Arbeitsplatte.

So wuchs der Herstellerumsatz mit Küchenarbeitsplatten um 6,2 Prozent auf Jahr 63,7 Mio. Euro gegenüber Vorjahr. Dabei standen höherwertige Materialien hoch im Kurs, allen voran Arbeitsplatten aus Naturstein und keramisch beschichtete Küchenarbeitsplatten. Im Vergleich zu 2017 erhöhten sich die Erlöse hier um 13 Prozent bzw. 31 Prozent. Erstmals entfiel weniger als die Hälfte davon auf die traditionellen HPL-Platten.

Auch bei Küchenspülen ging der Trend im vergangenen Jahr klar zu Keramikprodukten. Die Nachfrage erhöhte sich hier um annähernd vierzig Prozent gegenüber Vorjahr, nicht zuletzt weil im Zuge eines größer werdenden Angebotes auch die Preise substanziell sanken. Stark nachgefragt wurden zudem Küchenspülen aus Komposit. Infolge sinkender Preise reduzierte sich – trotz des beschleunigten Trends zu höherpreisigen Ausführungen – im letzten Jahr der Herstellerumsatz mit Küchenspülen um 1,7 Prozent gegenüber Vorjahr auf 23,7 Mio. Euro. Dafür entwickelte sich der Markt für Küchenarmaturen dynamisch: Der Herstellerumsatz wuchs in diesem Fall um 2,4 Prozent auf 25,1 Mio. Euro.

Wenngleich im Jahr 2018 die Ausstattung der Küchen hochwertiger wurde, setzten die Hersteller alles in allem jedoch nicht mehr um als im Jahr davor.

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