Philipp und Martin Blum (v. l.) freuen sich über eine stabile Umsatzentwicklung.

Blum

Stabile Entwicklung

Erfolg für Blum: Dank eines guten Starts in das Wirtschaftsjahr 2019/2020 schließt der Beschlägespezialist mit einem Gruppenumsatz von 1.906,92 Mio. Euro ab. Dies entspricht mit einem Plus von 14,90 Mio. oder +0,8 % in etwa dem Vorjahres-Niveau. 

Nach einem guten Start des Wirtschaftsjahres sorgte das Corona-Virus ab April für starke Verwerfungen in den weltweiten Märkten und führte auch bei Blum zu starken Umsatzrückgängen. Das Unternehmen konnte dennoch seine Kunden in über 120 Ländern durchgängig beliefern. Blum forciert weiter seine internationale Ausrichtung und hat mittlerweile 32 Tochtergesellschaften und Repräsentanzen weltweit. So kam im März 2020 ein Standort in Südafrika hinzu. Die Zahl der Beschäftigten liegt mit Stichtag 30. Juni 2020 bei 8.349 weltweit, davon 6.180 in Vorarlberg, und damit bei 262 mehr als im Vorjahr. Ab September 2020 starten 94 neue Lehrlinge.

In Westeuropa waren Märkte wie Italien, Frankreich, England oder Spanien zum Teil wochenlang im Lockdown. Dies hat auch für Blum in dieser Region zu einem Umsatzrückgang geführt. In Osteuropa konnte das Unternehmen trotz zum Teil erheblicher wirtschaftlicher Einschränkungen ein Wachstum verzeichnen. „Für uns bleibt die Europäische Union ein wesentlicher Stabilitätsfaktor. Das Offenhalten der Grenzen für den Güterverkehr zu jeder Zeit hat es uns ermöglicht, auch während der Krise unsere Kunden weltweit durchgehend zu beliefern“, so Geschäftsführer Philipp Blum. Der Umsatz in Nordamerika blieb auf dem Niveau des Vorjahres, in den Märkten Südamerikas musste Blum einen deutlichen Rückgang zum Vorjahresniveau hinnehmen. Im asiatisch-pazifischen Raum erzielte der Beschlägehersteller dank der weiterhin sehr positiven Entwicklung Chinas auch im abgelaufenen Wirtschaftsjahr eine Steigerung. „Allerdings ist Indien von der Krise stark betroffen“, erläutert Geschäftsführer Philipp Blum im Rahmen der Pressekonferenz. 

Die Gesamtinvestitionen der Blum-Gruppe beliefen sich im Wirtschaftsjahr 2019/2020 auf 327 Mio. Euro. In Vorarlberg geht der Bau der Erweiterung im Werk 4 in Bregenz planmäßig voran. Hier entsteht bis Sommer 2021 eine neue Produktionshalle mit 49.000 qm Nutzfläche und einem Hochregallager. Auch international finden wichtige Investitionen statt. In China ist der Baustart des neuen Produktionsstandortes inklusive automatischem Hochregallager erfolgt, mit der Fertigstellung rechnet Blum bis Ende 2022. In den USA wird die Erweiterung des Lagers und der Produktionsflächen bis Ende des Jahres fertiggestellt. In Kanada bezieht die örtliche Tochtergesellschaft im Spätherbst 2020 ein neues Gebäude mit Lager, Büro und Schauraum.

Den Ausblick für die kommenden Monate sieht Blum mit viel Unsicherheit behaftet. Die Nachwirkungen der Gesundheitskrise werden in der Weltwirtschaft noch länger spürbar bleiben. Blum erachtet es als besonders wichtig, dass die Europäische Union einen gemeinsamen Weg zur Bewältigung der anstehenden Herausforderungen findet. „Gerade für uns als international tätiges Unternehmen ist diese Gemeinschaft elementar“, betont Philipp Blum. Mit Spannung erwartet das Unternehmen die geschäftliche Entwicklung im Herbst. „In den letzten Monaten war die Nachfragesituation für uns sehr positiv“, so Philipp Blum. „Aber wir können noch nicht einschätzen, ob das vielleicht nur eine Art Nachholbedarf gewesen ist. Insofern könnte der Herbst zur Herausforderung werden.“

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