Steinhoff

Staatsanwaltschaft Oldenburg erhebt Anklage

Im Bilanz-Skandal der Steinhoff-Gruppe, zu der u.a. ein Standort in Westerstede gehört, hat jetzt die Staatsanwaltschaft Oldenburg Anklage gegen drei ehemalige Verantwortliche eines Konzerns erhoben. Wie die Justizbehörde mitteilte, geht es dabei um Taten im Zeitraum von Juli 2011 bis Januar 2015. Die namentlich nicht genannten Ex-Manager "sollen dafür verantwortlich sein, dass aus Scheingeschäften resultierende Buchgewinne in die Bilanzen konzernzugehöriger Gesellschaften eingeflossen sind." Und weiter: "Nach der Anklage soll es auf der Grundlage solcher Scheingeschäfte zu Bilanzmanipulationen von mehr als 1,5 Milliarden Euro sowie weiterer 820 Millionen Euro durch eine überhöhte Darstellung erworbenen Immobilienvermögens gekommen sein."

Einem vierten Angeklagten, "der im Tatzeitraum Verantwortlicher von zwei in die Abwicklung der mutmaßlichen Scheingeschäfte eingebundenen Gesellschaften war", wird daneben Beihilfe vorgeworfen.

2017 waren die Unregelmäßigkeiten in den Steinhoff-Bilanzen bekannt geworden. Diese haben den ohnehin schon angeschlagenen Konzern in eine noch stärkere Schieflage gebracht. Daraufhin hat sich das Unternehmen in Österreich von Kika/Leiner sowie hierzulande von Poco getrennt.

2019 bestätigten Buchprüfer von PricewaterhouseCoopers (PwC), das Gewinne und Firmenwerte aufgebläht wurden (moebelkultur.de berichtete).

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