Franke/Artemis Group

Spuren der Krise und Währungseffekte in der Bilanz

12,5 Prozent (organisch 6,9%) ihres Umsatzes musste die Schweizer Artemis Group im vergangenen Jahr im Zuge der Corona-Krise einbüßen und erzielte damit 2,8 Mrd. CHF (2,55 Mrd. Euro). Davon betroffen waren die meisten Geschäftsbereiche, vor allem die Franke Coffee Systems (- 14,1%) und Franke Foodservice Systems im Segment der Schnellrestaurants. Aber auch der starke Schweizer Franken trug durch entsprechend negative Währungseinflüsse zum Umsatzrückgang bei.

Der Umsatz der Franke Group fiel organisch um 3,6 Prozent auf 2,18 Mrd. CHF (1,98 Mrd. Euro) beziehungsweise inklusive der negativen Währungseffekte um 10,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Franke Kitchen Systems und Faber Hoods & Cooking Systems erlebten im zweiten Quartal 2020 einen starken Umsatzrückgang, erholten sich aber in der zweiten Jahreshälfte in allen Regionen. Franke Kitchen Systems (Spülen und Armaturen) erreichten 1,3 Prozent weniger Umsatz und Faber Dunstabzugshauben 9,8 Prozent Plus gegenüber dem Vorjahr.

Gleichzeitig stieg die Profitabilität aufgrund des frühzeitig eingeleiteten Kostenmanagements in einigen Bereichen. Auch wenn sich das EBIT nach Einmaleffekten insgesamt auf 74,7 Mio. CHF (68 Mio. Euro/-48,4% zum Vorjahr) reduzierte - das operative Ergebnis (EBIT) sank vor Restrukturierungsaufwendungen und Wertberichtigungen aus dem Verkauf der Division Franke Water Systems um 8,2 Prozent auf 138,9 Mio. CHF (126 Mio. Euro).

Das operative EBIT der Franke Group, vor Restrukturierungsaufwendungen und Wertberichtigungen, stieg dagegen leicht von 140,3 Mio. im Jahr 2019 auf 143,3 Mio. CHF im Jahr 2020 (130 Mio. Euro).

Franke Kitchen Systems setzte im Berichtsjahr weitere Turnaround-Maßnahmen um und erzielte nach einer langen Phase des Rückgangs das zweite Jahr in Folge eine deutlichere Steigerung der Profitabilität.

Das erste Quartal 2021 ist mit einem organischen Wachstum von 8,1 Prozent positiv für die Artemis Group gestartet. Der Nettoumsatz der Franke Group lag nun mit 8,6 Prozent über dem Vorjahreszeitraum.

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