Möbel Martin

Springt die Ampel in Mainz morgen auf Grün?

Manchmal kann ein Möbelhaus sogar identitätsstiftend sein. In Mainz verhandeln SPD, FDP und Grüne derzeit über die Bildung einer Ampelkoalition – und nutzen den Fall Möbel Martin, um Einigkeit zu

Manchmal kann ein Möbelhaus sogar identitätsstiftend sein. In Mainz verhandeln SPD, FDP und Grüne derzeit über die Bildung einer Ampelkoalition – und nutzen den Fall Möbel Martin, um Einigkeit zu demonstrieren. Morgen steht im Stadtrat eine Abstimmung über die Ansiedlung eines Möbelhauses im Stadtteil Hechtsheim aus, wie die "Allgemeine Zeitung" berichtet. Die designierten Ampelkoalitionen brachten den Antrag gemeinsam ein.
In Saarbrücken wird man die Ohren spitzen. Denn Möbel Martin will seit 2007 einen 40.000er im Hechtsheimer Wirtschaftspark errichten. Damit würde das Haus die mit 30.600 qm Fläche bis dato größte Filiale in Kaiserslautern als Flaggschiff ablösen.
Wie so oft lag der Knackpunkt bisher in den "innenstadtrelevanten Produktsortimenten". Auch in Mainz gibt es die üblichen Befürchtungen, dass die Attraktivität der City unter dem Möbelpalast leiden könnte. Die zur Diskussion stehenden Sortimente sollen daher "so klein wie möglich" gehalten werden.
Die positiven Signale werden für das Begros-Mitglied aber deutlicher. In dem Antrag heißt es: "Neben der Entstehung von neuen Arbeitsplätzen, der Generierung von Gewerbesteuern für die Stadt und der Schließung einer offenkundigen Versorgungslücke könnte durch die Ansiedlung weitere Kaufkraft aus dem Umland nach Mainz gezogen werden."
Alle Anzeichen sprechen dafür, dass die Mainzer Ampel für Möbel Martin morgen auf Grün springt.