VdDK

Spitze bestätigt – Ehrengast Böse über “Koelnmesse 3.0”

Auf der Jahresmitgliederversammlung des Verbandes der Deutschen Küchenmöbelindustrie (VdDK), Herford, an der Ende Juni rund 20 Unternehmen teilnahmen, standen turnusmäßig Neuwahlen an. In ihrem Amt als Vorstand bestätigt wurden Stefan

Auf der Jahresmitgliederversammlung des Verbandes der Deutschen Küchenmöbelindustrie (VdDK), Herford, an der Ende Juni rund 20 Unternehmen teilnahmen, standen turnusmäßig Neuwahlen an. In ihrem Amt als Vorstand bestätigt wurden Stefan Waldenmaier (Vorsitzender) sowie Dr. Dr. Günter Scheipermeier und Max Müller als Stellvertreter. Beisitzer sind weiterhin Delf Baumann, Heinz-Erwin Ellersiek, Dirk Krupka, Johannes la Cour, Jörg Loew und Markus Schüller. Heinz-Jürgen Meyer (Rabe & Meyer Küchen) und Edwin Scheer (Brigitte-Küchen) sind erstmals Beisitzer des VdDK. Als Rechnungsprüfer wurden ebenso Dr. Kerstin Hofmeister und Thorsten Gößling erneut gewählt.

Die gute wirtschaftliche Entwicklung des Branchenzweiges Küche bot für Waldenmaier eine Steilvorlage für seine einführenden Worte vorab. Dass die mit relativ wenig Aufwand verbundene Auftragserfassung des Verbands prognostisch den Analysen seitens der GfK zur Wirtschaftsentwicklung weit überlegen war, stellte noch ein zusätzliches „Schmankerl“ zugunsten der guten Stimmungslage auf der Jahrestagung dar. Entscheidend für die Küchenmöbelindustrie sei, so der breite Konsens der vertretenen Unternehmer, dass Küchen unverändert sehr begehrenswerte Investitionsgüter für Endkunden und inzwischen echte „Vorzeige-Räume“ in der Wohnung geworden seien. Das stabile Wachstum im Inland sowie die deutlich wiedererstarkenden Exportmärkte wie Holland oder Großbritannien geben gute Impulse für eine weitere, solide Entwicklung, so Waldenmaier.

VdDK-Hauptgeschäftsführer Dr. Lucas Heumann berichtete anschließend über die Aktivitäten des Branchenzweigs, des Verbands und der Geschäftsstelle im zurückliegenden Rechenschaftszeitraum. Neben vielen positiven Signalen wie zur wirtschaftlichen Lage, zur Messekoordination und -beteiligung im In- und Ausland sowie zur Etablierung des neuen Berufsbildes „Maschinen- und Anlagenführer“ in der Holzindustrie gaben zwei Nachrichten zu denken und sorgten für Diskussionsstoff: erstens der Rückgang der Konsumentenausgaben für Möbel und Haushalt sowie zweitens die absolute Höhe dieser Ausgaben, die nach den Wirtschafts- und Finanzkrisen der jüngsten Vergangenheit noch immer unter denjenigen des Jahres 2005 liegen.

Als Ehrengäste der Veranstaltung waren Dr. Reinhard Göhner, Vorsitzender der BDA, sowie Gerald Böse, Vorsitzender der Geschäftsführung der Koelnmesse, geladen. Mit seinem Vortrag zum Thema „Koelnmesse 3.0“ während des Get-Togethers zeigte Böse auf, wie sich die Kölner im internationalen Messe-Wettbewerb künftig positionieren wollen. Unter den Herausforderungen nach maximaler Effizienz, der Digitalisierung und der Eventisierung nimmt die Messegesellschaft 600 Mio. Euro in die Hand, um bis 2030 die Aussage „Die Citymesse in Europa“ mit Leben zu erfüllen. Der selbstgestellte Anspruch ist hoch: Versteht man sich derzeit als „Nummer 1“ der internationalen Messeplätze zu Wohnen und Einrichten, soll diese Position bis Ende des Planungszeitraums auf die Zugehörigkeit unter den Top-Ten aller Messeplätze weltweit ausgebaut werden – und dies vor dem Eindruck nahezu explosionsartig aus dem Boden schießender, moderner Ausstellungszentren in Asien.

Böse konzentrierte sich vor allem auf die erste Bau- und Sanierungsphase von 2015 bis 2020. Unter vertretbaren Belastungen für die Aussteller beginnt das Upgrade der Koelnmesse mit dem Neubau der Halle 1+, dem Confex-Zentrum sowie der Rekonstruktion des „Terminals“ in der Ost- und Westachse des Geländes mit der Aufwertung des Eingangs Süd und dem Bau neuer Parkhäuser. Langfristig flankiert werden diese Maßnahmen bis Investitionsabschluss durch eine signifikante Aufwertung des gesamten städtischen Umfelds rund um das Messegelände. Dafür stehen die ‚Messecity Süd‘ – also das Gelände zwischen Bahnhof Deutz und Messe-Eingang Süd – sowie rheinabwärts ab Messewache Nord die Umgestaltung der alten Industriebebauung zum ‚Euroforum Nord‘ in Planung.