Drescher
Spezialist für Wohnaccessoires und Lifestyle ist insolvent
Wegen Zahlungsunfähigkeit hat Drescher beim Amtsgericht Schweinfurt Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Der Schritt kam überraschend, denn erst zu Beginn des Jahres hat das Handelsunternehmen in den Bereichen Wohnaccessoires,
Wegen Zahlungsunfähigkeit hat Drescher beim Amtsgericht Schweinfurt Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Der Schritt kam überraschend, denn erst zu Beginn des Jahres hat das Handelsunternehmen in den Bereichen Wohnaccessoires, Lifestyle und Saisonartikel sein Vertriebsteam komplettiert, die Marke Kroemer mit allen Marken-, Produkt- und Designrechten übernommen sowie einen Relaunch des Labels im Bereich der Heimtextilien angekündigt. Ende des Monats eröffnet Drescher zudem einen neuen Showroom in Hamburg.
"Unterstützt von der Geschäftsführung analysieren wir so gründlich wie nötig und zügig wie möglich die aktuelle Wirtschaftslage, um die Gegenwart des Unternehmens zu verstehen", erklärte der zuständige Insolvenzverwalter Bernd Depping aus Essen. "Im nächsten Schritt wollen wir auf Grundlage dieser Analyse die Zukunft mit den Instrumenten der Insolvenzverordnung gestalten."
Der Geschäftsbetrieb von Drescher soll, wie gewohnt, weiterlaufen. Die Löhne und Gehälter der 85 Mitarbeiter des Unternehmens seien bis Juli gesichert. "Je reibungsloser wir den Geschäftsbetrieb fortführen können, desto solider wird die Grundlage für eine tragfähige Sanierung des Unternehmens", betont Depping. "Dazu haben wir bereits erste vielversprechende Gespräche mit Schlüssel-Kunden und Lieferanten geführt."
Im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielte Drescher, den Angaben zufolge, einen Umsatz von rund 8,8 Mio. Euro.

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