IFA 2020

Special Edition mit 4 Events an 3 Tagen und limitierten Besuchern

Das Alternativkonzept steht. Nach dem Verbot von Großveranstaltungen mit mehr als 5.000 Teilnehmern haben sich die Messe Berlin und Mitveranstalter gfu, wie berichtet, für die IFA 2020 um eine andere Möglichkeit bemüht, dem Anspruch als internationale Leitmesse und führende Innovationsplattform für Consumer Electronics und Home Appliances gerecht zu werden. Das neue Format - wie es heute in einer virtuellen Pressekonferenz vorgestellt wurde - wird als „Special Edition“ stattfinden. In Kurzform heißt dies: Die Dauer wird von sechs auf drei Tage - vom 3. bis 5. September - verkürzt. Die Teilnahme ist nur nach Registrierung oder auf Einladung möglich. Um Besucherströme zu kanalisieren, wird es dabei vier Teil-Eventbereiche geben, die auf jeweils 1.000 Teilnehmer begrenzt sind. Sie repräsentieren die B2B-Kernfunktionen und sollen Marken bzw. Hersteller, Medien und Handel auf neue, konzentrierte Art zusammenbringen. Dies sind konkret: die IFA Global Press Conference, die IFA Global Markets, die Innovationsplattform „IFA Next trifft IFA Shift Mobility“ sowie die IFA Business-, Retail- und Meeting-Lounges.

Zur IFA Global Press Conference werden dabei rund 800 Journalisten aus etwa 50 Ländern nach Berlin eingeladen, sodass die Hersteller ihre neuesten Produkte und Technologien live vor Ort präsentieren können. Keynotes und Unternehmenspressekonferenzen finden nur auf den von der IFA kuratierten Keynote-Bühnen statt. Dadurch wird auch die Anzahl der Produktionsmitarbeiter vor Ort gering gehalten und sichergestellt, dass sowohl auf der Bühne als auch im Plenumsbereich höchste Hygienestandards eingehalten werden. Zusätzlich erhalten die Industriepartner die Möglichkeit, „intelligente Unternehmens- und Markenpräsentationen anzufertigen“.

Unter dem Titel „IFA Next trifft IFA Shift Mobility“ werden zwei der etablierten Plattformen für Startups und vernetzte Mobilität zusammengefasst. Für Zulieferprodukte habe sich „IFA Global Markets“ zur größten europäischen Sourcing-Plattform für OEMs und ODMs entwickelt und werde nun in diesem Jahr die erste spezielle Sourcing-Messe der Welt sein. Dies sei ein wichtiger Messebestandteil, um Lieferketten, die von der Unterbrechung durch die COVID-19-Pandemie betroffen sind, wiederherzustellen und zukunftsorientiert aufzustellen. Und die „Business-, Retail- und Meeting-Lounges“ sollen zum Marktplatz für Consumer Electronics und Home Appliances werden, auf dem Industrie und Handel die Möglichkeit zu Ordergesprächen erhalten. Nach wie vor können sich Unternehmen in Berlin mit Ständen präsentieren, dies ist allerdings derzeit noch im Akquisestadium. Zudem ist geplant, die Veranstaltungen durch virtuelle Streaming- und Chatangebote zu begleiten.

Einige wichtige Punkte blieben heute dennoch offen. So wurden Fragen nach beteiligten Unternehmen und Hallenbelegung sowie Preisen noch nicht beantwortet. Gleiches gilt für die Umsetzung einer Corona-gerechten Hygiene, da die jeweils aktuell gültigen Auflagen zu berücksichtigen sind.

Die IFA 2020 werde mit dem neuen Format auf jeden Fall die erste Gelegenheit für die Consumer Electronics- und Home Appliances-Industrie seit dem Ausbruch der Pandemie bieten, neue Produkte und Dienstleistungen direkt den Medien und so auch den Konsumenten sowie dem Handel zu präsentieren und bleibe wie bisher vom Timing auf den wichtigen Orderzeitraum im verkaufsstarken Herbst/Winter ausgerichtet. So betonte Jens Heithecker, Executive Director der IFA Berlin (Foto), die Bedeutung der „Special edition“. Anstatt die Messe ausfallen zulassen, sei das Alternativformat nicht nur eine für die Branche notwendige, sondern auch höchsteffiziente Maßnahme. Während Dr. Christian Göke als künftig scheidender Messechef nicht zur Pressekonferenz kam, sprach heute IFA Director Dirk Koslowski vor der Webcam. Sein Credo: „Das neue Format wird das Profil der IFA schärfen und zeigen, wofür die Messe letztlich steht.“

In der Slideshow lesen Sie erste Worte zur Unterstützung von Seiten der Hausgeräteindustrie.

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