Der Leiner-Betriebsratsvorsitzende Karl Vogl zeigte sich laut „Standard" "zuversichtlich, diese Woche den Sozialplan zu finalisieren".

Kika/Leiner

Sozialplan könnte bis Ende der Woche stehen

Überraschend schnell soll bereits zum Ende der Woche ein Sozialplan für die Kika/Leiner-Mitarbeiter stehen, die von den angekündigten Stellenstreichungen betroffen sind. Die radikalen Sparmaßnahmen für Österreich hatte der neue Eigentümer, die Signa-Gruppe von René Benko, die das Unternehmen vor zwei Monaten von der Steinhoff-Gruppe erworben hatte, gerade erst am Donnerstag, 16. August, bekanntgegeben. Rund 1.100 Stellen, ein Fünftel der Belegschaft, sollen abgebaut und die Filialen in Innsbruck, Wiener Neustadt, Vösendorf und Spittal/Drau sowie zwei Logistikzentren geschlossen werden. Die rund 1.600 Mitarbeiter in den Osteuropa-Filialen sollen dagegen nicht betroffen sein.

Trotz der radikalen Maßnahmen zeigte sich der Leiner-Betriebsratsvorsitzende Karl Vogl laut „Standard " zuversichtlich, diese Woche den Sozialplan zu „finalisieren". „Wir tragen die Restrukturierung mit“, zitiert ihn die Zeitung. Bei Leiner sollen nach derzeitigem Stand 80 Prozent der Arbeitsplätze erhalten bleiben. Am Mittwoch treffen sich die Leiner-Betriebsräte, am Donnerstag die von Kika und am Freitag kommen die Arbeitnehmervertreter mit der Geschäftsleitung zusammen.

So hart der Arbeitsplatzverlust ist, die Chancen auf eine neue Stelle sind nicht so schlecht. Andere Unternehmen, wie der Tiroler Lebensmittelhändler MPreis und die Supermarktkette Spar, suchen Mitarbeiter und haben die Betroffenen bereits auffordert, sich zu bewerben.

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