Böhmler im Tal

Sonderausstellung zu Jan-Kath-Teppichen

Von 7. November bis 12. Dezember 2011 lädt das Münchener Einrichtungshaus Böhmler im Tal zur deutschlandweit größten Jan Kath-Ausstellung mit rund 50 Exponaten der aktuellen Kollektionen sowie edlen Design-Klassikern ein.

Von 7. November bis 12. Dezember 2011 lädt das Münchener Einrichtungshaus Böhmler im Tal zur deutschlandweit größten Jan Kath-Ausstellung mit rund 50 Exponaten der aktuellen Kollektionen sowie edlen Design-Klassikern ein.
Die Teppiche des deutschen Designers Jan Kath stehen für Eleganz und modernes, schlichtes Design. Seit 15 Jahren führt das Hochwert-Haus die einzigartigen Teppiche und hat schon früh erkannt, wie innovativ Kath arbeitet. "Jan Kath gehört zu den international bedeutendsten Teppich-Designern", so Geschäftsführer Georg Böhmler. "Seine Teppiche schaffen warme Inseln in den oft kühl durchgestylten Wohnungen der jüngeren Generationen".
"Ihr könnt cool sein, ohne kalte Füße zu haben", sagt Jan Kath selbst über seine Entwürfe, die eine ganz neue Sicht auf den Teppich erlauben. Ohne Berührungsängste kombiniert der Bochumer klassische Elemente des Orientteppichs mit zeitgenössischem, minimalistischem Design. Eine ganze Generation, die einst Großmutters Perser zusammenrollte und aus den Wohnzimmern verbannte, bringt er so wieder auf den Geschmack.
Grundmaterial der in Nepal gefertigten Kollektionen ist die tibetische Hochlandwolle, eine der hochwertigsten und robustesten Qualitäten überhaupt. Für die Färbung werden ausschließlich ökologische Spezial-Farben aus der Schweiz verwendet. Für reizvolle Lichtreflexe und ein haptisches Erlebnis sorgen feine chinesische Seide und Garne aus Brennnesselfasern.[page_break]
Jan Kath stammt in 3. Generation aus einer Teppich-Händler-Familie und besuchte schon als kleiner Junge mit seinem Vater Manufakturen im Iran und in Nepal. Diese Erfahrungen schärften sein Auge und weckten das Verständnis für Farbkombinationen und Proportionen. Um seinen eigenen Weg zu finden, reiste der Autodidakt mit zwanzig Jahren durch Asien und den Orient und landete mehr oder weniger zufällig in Nepal. Dort baten ihn Freunde der Familie, als Qualitätskontrolleur in ihrer Teppichproduktion einzuspringen ? die Verbindung zum Thema Teppich war also wieder hergestellt. Später übernahm Jan Kath die Fertigung und begann eigene Designs zu produzieren. Inspiriert von zahlreichen Reisen durch die Metropolen dieser Welt und nicht zuletzt durch seine Heimat, das Ruhrgebiet, mit seiner archaischen Industriekultur, entwickelte Jan Kath schnell seine individuelle Handschrift. Während in seinen Kreationen der Reiz des Fehlerhaften, der Erosion und der Verwandlung eine zentrale Rolle spielt, ist Kath in Sachen Qualität kompromisslos konservativ. Seine Entwürfe entstehen am Computer und werden online nach Katmandu/Nepal oder Azilal/Marokko übermittelt, bei der Fertigung der Produkte hingegen setzt Jan Kath auf altbewährte Methoden. In den oft noch familiengeführten Manufakturen im Himalaja oder im Atlasgebirge wird nach Jahrhunderte alten Traditionen mit der Hand geknüpft.