Möbelverbände Nordrhein-Westfalen

Sommerfest in Herford lockt weit über 100 Gäste aus ganz Deutschland

Die Möbelverbände Nordrhein-Westfalen und der TÜV Rheinland/ LGA luden am 19. August zum alljährlichen Sommerfest nach Herford auf die Terrasse des Marta-Cafés „Kupferbar. Weit über einhundert Branchenvertreter sowie Gäste aus

Die Möbelverbände Nordrhein-Westfalen und der TÜV Rheinland/ LGA luden am 19. August zum alljährlichen Sommerfest nach Herford auf die Terrasse des Marta-Cafés „Kupferbar. Weit über einhundert Branchenvertreter sowie Gäste aus Politik und Verbandsleben folgten diesem Ruf.

Das abendliche Sommerfest, nunmehr in 11. Auflage, wurde eröffnet von den Gastgebern Dr. Jörg Schlösser und Berthold Heinz (TÜV/LGA) sowie Dr. Lucas Heumann (Möbelverbände NRW). Die Verantwortlichen der ebenfalls im Marta-Museum ansässigen Möbel-Prüfeinrichtung legten in ihrer Ansprache Wert darauf, die Bedeutung des Festes zur Netzwerkbildung herauszustellen und berichteten von der Win-win-Situation zwischen Prüflabor und Möbelindustrie.

Das die Netzwerkidee des Sommerfests aufgeht, zeigt ein Blick auf die Gästeliste: MdB Tim Ostermann, der Herforder Bürgermeister Tim Kähler, Frauke Schwietert von der Arbeitsagentur Herford, die Vertreter wichtiger Messeveranstalter aus Bad Salzuflen, Bielefeld, Hannover, Köln, München sowie Rheda-Wiedenbrück, die Partner aus der Verbandslandschaft wie dem Furniture Club, dem Arbeitgeberverband Herford, dem Verband der Deutschen Heimtextilien-Industrie und dem Verband Verkehrswirtschaft und Logistik Nordrhein-Westfalen sowie die zahlreichen Vertreter der Branche – wie Dr. Andreas Hettich als herausragender Repräsentant der Zulieferindustrie.

Mit sichtlichem Vergnügen dann die Vorstellung von Steffen Kampeter – langjähriger politischer Weggefährte von Dr. Heumann und Mitglied des Bundestages für den Kreis Minden-Lübbecke (I), bis vor wenigen Wochen parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen, nun Ehrengast und Keynote-Speaker dieses Abends. Sein Thema: „Die europäische Wirtschafts- und Finanzpolitik, ihre Chancen und Risiken“. Als Stichworte zur aktuell „formidablen“ Lage Deutschlands nannte er anständige Staatsfinanzen mit ausgeglichenem Haushalt und ein solider Arbeitsmarkt. Doch Kampeter unterließ es nicht, die aufziehenden dunklen Wolken über dem europäischen, auch deutschen Himmel zu benennen. Ein „Gewitter“ zöge nun auf mit der umfassenden Digitalisierung des Wirtschaftslebens und der damit einhergehenden Transformation sehr vieler Geschäftsmodelle. Dass nicht der „Blitz einschlage“ läge in Verantwortung der Chefetagen, die – so Kampeter – Industrie 4.0 nicht den „Tekkies“ überlassen dürfen, sondern dies als erste Führungsaufgabe begreifen müssen.

Weitere schwarze „Wolken“ sieht Kampeter über der EU aufziehen: Während Kampeter die taggleiche Abstimmung für ein 3. Hilfspaket begrüßte und den außerordentlichen Einsatz von Wolfgang Schäuble lobte, sah man ihm deutliche Skepsis hinsichtlich des Reformeifers der Griechen an. Dies könne weitreichende Konsequenzen haben, gerade mit Blick auf den Fortbestand des Euros und dessen segensreiche Wirkung für die deutsche, mittelständische Möbelindustrie – wie Dr. Heumann ergänzend hervorhob.