Surteco

Solide Halbjahreszahlen - weitere Kosteneinsparungen geplant

Die Surteco SE konnte den schwierigen Rahmenbedingungen der Branche im zweiten Quartal 2012 mit einem Umsatz von 103,7 Mio. Euro und einem EBITDA von 13,0 Mio. Euro weitestgehend trotzen. Damit lag der Konzern beim Umsatz auf Vorjahresniveau und beim operativen Ergebnis trotz deutlich höherer Personal- und Materialkosten nur leicht unterhalb des vergleichbaren Vorjahreswertes. Zum Halbjahr weist Surteco einen Gruppenumsatz von 210,9 (2011: 211,6) Mio. Euro und ein EBITDA von 26,5 (2011: 31,8) Mio. Euro aus.

?Surteco kann die Negativeffekte der Eurokrise und die hohen Belastungen aufgrund des massiven Rohstoffpreisanstiegs nur zum Teil kompensieren. Daher zwingen uns die Belastungen auf der Materialseite im zweiten Halbjahr 2012 zu weiteren Kosteneinsparungen?, so der Vorstandsvorsitzende der Surteco SE Friedhelm Päfgen.

Der Umsatz des Surteco-Konzerns lag mit 210,9 Mio. Euro auf dem hohen Niveau des Vorjahreszeitraums. Der Inlandsumsatz gab geringfügig auf 68,2 (2011: 68,9) Mio. Euro nach. Das Geschäft im Ausland blieb mit 142,7 Mio. Euro auf dem Wert des Vorjahres. Erfreulich zeigte sich das Geschäft in Nordamerika, das um 21 Prozent gesteigert werden konnte. Der Auslandsanteil am Gruppenumsatz legte leicht auf 67,7 Prozent zu.

Die operative Entwicklung in den beiden Segmenten verlief im Berichtszeitraum unterschiedlich. Während in der strategischen Geschäftseinheit (SGE) Kunststoff nach sechs Monaten ein Umsatzplus von zwei Prozent auf 122,2 (2011: 119,8) Mio. Euro realisiert wurde, verzeichnete der Papierbereich einen Rückgang um drei Prozent auf 88,7 (2011: 91,8) Mio. Euro.

Bei der SGE Papier sieht ein Restrukturierungsprogramm die Stilllegung einer nicht zum Kerngeschäft gehörenden Produktionslinie vor. Für die sich daraus ergebende Personalanpassungsmaßnahme wurde eine ergebnisbelastende Rückstellung in Höhe von 1,7 Mio. Euro eingestellt. Zudem mussten Tariferhöhungen sowie weiterhin hohe Kosten für die wichtigsten Rohstoffe verkraftet werden. Das operative Ergebnis (EBITDA) im ersten Halbjahr 2012 lag demnach mit 26,5 Mio. Euro um 16 Prozent unter dem entsprechenden Vorjahreswert. Wegen eines deutlich verbesserten Finanzergebnisses von minus 4,0 (2011: minus 8,6) Mio. Euro lag das Vorsteuerergebnis (EBT) mit 11,5 Mio. Euro nur noch um neun Prozent unter dem Wert des Vorjahres. Zum 30. Juni 2011 war noch eine Abschreibung von 3,2 Mio. Euro auf das Aktienpaket an der Pfleiderer AG, Neumarkt, erforderlich. Im ersten Halbjahr 2012 erwirtschaftete Surteco einen Konzerngewinn von 7,8 (2011: 8,1) Mio. Euro.

Hauptsächlich durch die Rückführung der kurzfristigen Finanzschulden verbesserte sich die Eigenkapitalquote zum 30. Juni 2012 auf 47,1 Prozent (31. Dezember 2011: 44,9 Prozent). Das Gearing - Nettofinanzschulden zu Eigenkapital - wurde entsprechend von 58 Prozent auf 56 Prozent gesenkt. Der Free-Cashflow stieg trotz leicht höherer Investitionen um 8,4 Mio. Euro auf 11,1 Mio. Euro.

Surteco geht insbesondere in Europa von zurückhaltenden Absatzmärkten aus. Nichtsdestotrotz bleibt das Erreichen des Vorjahresumsatzes das Ziel der Gesellschaft. Der Restrukturierungsaufwand sowie weiterhin stark unter Druck stehende Rohstoffpreise sorgen dafür, dass das Vorjahresergebnis voraussichtlich nicht mehr darstellbar ist. Vor diesem Hintergrund intensiviert Surteco ihre Programme zur Umsatz- und Ertragssteigerung: Verschlankung der Prozesse und Systeme; Steigerung der Produktivität in der Produktion und Verwaltung sowie unverändert hohe Disziplin bei Kosten und Investitionen.

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