GfK

So wird 2013 konsumiert

Die Verbraucher starteten recht positiv ins Jahr 2013. Nach Angaben der GfK zeigen alle Indikatoren nach oben. Deshalb prognostizieren die Profis aus Nürnberg, dass die Ausgaben der privaten Haushalte bis

Die Verbraucher starteten recht positiv ins Jahr 2013. Nach Angaben der GfK zeigen alle Indikatoren nach oben. Deshalb prognostizieren die Profis aus Nürnberg, dass die Ausgaben der privaten Haushalte bis zum Jahresende in Deutschland real um einen Prozent steigen werden. Der private Konsum liefert damit einen stabilen Beitrag zur Binnenkonjuktur, erklärte Matthias Hartmann, GfK-Vorstandsvorsitzender. Beflügelt durch die positive Lage am Arbeitsmarkt gehen die Deutschen davon aus, dass ihre Einkommen in nächster Zeit steigen werden. Die gefühlte Jobsicherheit gibt den Verbrauchern auch ausreichend Planungssicherheit für größere Anschaffungen.
Während Immobilien boomen, ist die Entwicklung im deutschen Handel durchwachsen. Laut GfK-Berechnungen legte der Umsatz im Lebensmittelhandel und den Drogeriemärkten im Jahr 2012 nominal um 2,2 Prozent auf rund 160 Mrd. Euro zu. Im Nonfood-Handel, zu dem Segmente wie Textilien, Elektroartikel, Möbel oder Heimwerkerbedarf gehören, stieg der Umsatz im Jahr 2012 um einen Prozent auf rund 150 Mrd. Euro. Elektroartikel verbuchten ein Plus von 2,8 Prozent, der Textilsektor verlor hingegen 1,6 Prozent an Umsatz. Deutlicher Gewinner war erneut der Online-Handel mit einer Steigerung von 14 Prozent auf knapp 24 Mrd. Euro Umsatz im Nonfood-Bereich. Für das Jahr 2013 erwartet GfK im gesamten Nonfood-Handel eine leichte Abschwächung der Wachstumsrate auf 0,7 Prozent. Für den Lebensmittel- und Nonfood-Handel in Summe prognostiziert GfK einen nominalen Umsatzanstieg von 1,1 Prozent.
Die Aussichten für die Weltwirtschaft sind auch in diesem Jahr noch gedämpft. Für die Europäische Union erwartet das Statistische Bundesamt eine Steigerung des Bruttoinlandsprodukts von 0,4 Prozent. Im Jahr 2012 wurde dagegen ein Rückgang von 0,3 Prozent verzeichnet. Die Gefahr einer anhaltenden Rezession scheint somit gebannt und die deutschen Exporte innerhalb Europas werden sich voraussichtlich nicht weiter abschwächen. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt soll 2013 um 0,8 Prozent zulegen, nach 0,7 Prozent Wachstum im letzten Jahr.
"Die Euro- und Staatsschuldenkrise ist zwar nicht gelöst, aber die Finanzmärkte konnten beruhigt werden. Hier ist weiter entschiedenes Handeln gefragt, damit sich die Unsicherheiten nicht wieder verstärken. Der Trend zu werthaltigen Anschaffungen ist ungebrochen. Einerseits begünstigt durch niedrige Spar- und Darlehnszinsen, anderseits aber auch gefördert durch die Sorgen der Verbraucher um die Zukunft des Euros. Für das Jahr 2013 prognostiziert GfK auf dieser Basis eine Steigerung des privaten Konsums um real 1,0 Prozent. Damit liefern die Verbraucher in Deutschland erneut einen stabilen Beitrag zur Binnenkonjunktur", so Hartmann weiter.