Paschen

So soll es weitergehen

Heute nachmittag haben sich die Investoren und neuen Geschäftsführer von Paschen am Firmensitz in Wadersloh der Presse gestellt. Dabei betonten die Verantwortlichen, dass sie mit dem Unternehmen, das Anfang des

Heute nachmittag haben sich die Investoren und neuen Geschäftsführer von Paschen am Firmensitz in Wadersloh der Presse gestellt. Dabei betonten die Verantwortlichen, dass sie mit dem Unternehmen, das Anfang des Jahres Antrag auf Insolvenz stellen musste, jetzt neu durchstarten wollen.

Am vergangenen Freitag war bekannt geworden, dass Frieder C. Löhrer und Thomas Jungjohann den Geschäftsbetrieb und die Markenrecht übernehmen wollen. Nun haben sie ihr Vorhaben konkretisiert. “Wir wollen aus Paschen ein kleines, feines Unternehmen entwickeln“, betonte Löhrer. “Wir haben hier einen verwilderten Garten vorgefunden, in dem wir mit Liebe wieder Ordnung reinbringen wollen“, meinte er zuversichtlich.

Thomas Jungjohann machte bereits deutlich, was das produktseitig bedeutet. Demnach wollen sich die beiden Investoren bei Paschen zukünftig auf das Wesentliche konzentrieren. Heißt, es wird vorerst nur die “Original Paschen Bibliothek” und das Programm “Quantum” geben. Parallel soll dazu ein neues Geschäftsfeld entwickelt werden, das flexibles Wohnen ermöglicht und auch das Thema Medien/High Tech auf eine neue Art berücksichtigt. Alle Aktivitäten richten sich ganz klar auf die Marke aus. „Eigenmarken für Verbände wird es nicht geben“, schloss Jungjohann kategorisch aus.

Vorerst, voraussichtlich bis Freitag, muss allerdings noch mit dem Betriebsrat geklärt werden, mit wie vielen Mitarbeitern es weitergehen soll. Zuletzt hatte Paschen noch 150 Mitarbeiter beschäftigt, mit 92 soll der Neuanfang beginnen. Die Beschäftigten, die gehen müssen, sollen in eine Transfergesellschaft überführt werden. Die Familie Paschen wird in dem neu gegründete Unternehmen keine Rolle mehr spielen. Wobei Löhrer und Jungjohann betonten, dass sie versucht hätten, noch zu einer Lösung zu kommen. Dies sei jedoch nicht gelungen.