Otto

Smarte Bestell-Connectivity mit Bosch

„Zukünftig werden Haushaltsgeräte ohne Internetzugang aussterben“, ist Otto-Vorstand Marc Opelt überzeugt und kündigte auf der gestrigen Pressekonferenz einen weiteren Schritt im großen digitalen Umbruch des Konzerns an. So hat Otto zum 1. März das Hamburger Startup Order this gekauft, das sich die Vernetzung der IoT-Welt mit dem Handel über eine offene Plattform zum Ziel gesetzt hat und künftig unter dem neuen Label „Otto ready“ diverse Kooperationen mit automatischen Bestelloptionen anstrebt. Der erste Pilotpartner ist Bosch mit seiner App HomeConnect. Für die entsprechend vernetzten Geschirrspüler kann man Klarspüler, Tabs, Salz und Maschinenreiniger via „Otto ready“ nachordern sowie den eigenen Vorrat verwalten.

Das Verfahren beschreibt Jörg Heinemann, Principal Innovation & Digitalisierung, wie folgt: „Wir verbinden vernetzte Haushaltsgeräte der Hersteller über deren eigene Steuerungs-App mit unserem Produkt ,Otto ready’. Konkret bedeutet das bei ,Otto ready’, dass die Spülmaschine vorher schon weiß, wann die Tabs leer sein werden und dem Besitzer einen Hinweis gibt. In die Steuerungs-App bekommt man dann die Benachrichtigung. Was Otto nun schafft: die Benachrichtigung in eine Bestellung umzuwandeln. Ist die Anmeldung einmal eingerichtet, sagt einem das Smartphone per Push-Nachricht, dass der Vorrat knapp wird, und der Kunde kann mit nur einem Touch sein Haushaltsprodukt nachbestellen. Otto liefert dann zuverlässig und zu marktüblichen Preisen Nachschub.“

Die smarte Bestelloption soll künftig nicht nur für Spülmaschinentabs, sondern auch Kaffeebohnen, Waschmittel und vieles mehr gelten. Auch Rasenmäher-Roboter, Druckerpatronen oder Zahnbürstenköpfe ließen sich integrieren. „Natürlich sprechen wir jetzt schon mit anderen Herstellern, die wir interessant finden und die auch ,Otto ready’ spannend für ihr Produkt finden“, so Heinemann.

Im Unterschied zu Amazons Dash-Button, der per Gericht aufgrund der offenbar autonomen Preisgestaltung, für unzulässig erklärt wurde, wird bei „Otto ready“ der Preis vor der Bestellung angezeigt, wodurch eine klare Preistransparenz gegenüber den Kunden gegeben sei. Dazu kommt, dass sie sich verschiedene Spültabs aussuchen können und nicht auf eine Marke festgelegt werden.

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