M.O.W. exklusiv
Skandinavisches Design vom Stehauf-Unternehmen Hans K
Es gibt Unternehmen, die sich immer wieder neu erfinden. Die schwedische Firma Hans K gehört ganz sicher in diese Kategorie. Der Gründer Hans Karlsson hat das Möbelgeschäft von der Pike
Es gibt Unternehmen, die sich immer wieder neu erfinden. Die schwedische Firma Hans K gehört ganz sicher in diese Kategorie. Der Gründer Hans Karlsson hat das Möbelgeschäft von der Pike auf gelernt. Seine Vorfahren waren Tischler; bereits in den 1920ern gründete sein Großvater eine Möbelfabrik – das einhundertjährige Jubiläum ist also nicht mehr weit entfernt. Hans Karlsson stieg 1969 in das Möbelgeschäft ein. Als sich die Marktstrukturen in Skandinavien änderten, schwenkte er mit seiner ersten Asienreise Anfang der 1970er Jahre auf das Importgeschäft um. In der Wirtschaftskrise 2008/09 wäre Hans K beinahe in die Pleite gerutscht. Heute steht das Unternehmen kraftvoll da wie nie.
Hans K lässt Möbelentwürfe von bekannten Designern wie Markus Johansson in asiatischen Produktionen fertigen. Gemeinsam mit einer Partnergesellschaft in Shanghai haben die Schweden Zugriff auf etwa 20 Produktionsstätten, in denen nach hohen qualitativen Maßstäben gefertigt wird. In diesem Punkt zahlt sich die jahrzehntelange Importerfahrung des Unternehmensgründers aus. Reklamationen bei Asienware sind für ihn tabu.
Hans K ist ein Familienunternehmen par excellence, denn Junior Henrik Karlsson leitet gemeinsam mit seinem Vater die Geschäfte, während Tochter Helena sich um das Marketing kümmert. Der Umsatz liegt bei etwa fünf Mio. Euro – 70 Prozent davon werden im Heimatland generiert, 20 Prozent in Norwegen, 5 Prozent in Finnland und 5 Prozent in der Asia-Pacific-Region. Distributionspartner in Neuseeland, Australien und eine Tochtergesellschaft in China haben seit einem Jahr die ersten Produkte auf die dortigen Märkte gebracht. Der Fokus auf den Export kommt nicht von ungefähr. Denn der skandinavische Markt ist stark konzentriert und mittlerweile gesättigt. Deshalb blickt Familie Karlsson nun weit über den Öresund, um neue Märkte ins Visier zu nehmen – darunter auch den deutschen.
Auf der M.O.W. wollen die Schweden zeigen, was sie können. Denn das skandinavische Design ist auf den europäischen Kernmärkten gerade schwer angesagt. Aber auch Exklusivmodelle sind für Hans K kein Problem: „Natürlich wäre ein klassisches Containergeschäft einfacher. Aber die Ansprüche des Handels steigen. Wir müssen mit unserer Kollektion hochflexibel sein“, erklärt der Junior. Was hingegen die eigenen Ansprüche anbelangt, zeigt er skandinavisches Understatement: Fünf bis zehn Neukunden dürfen es schon sein. Dabei wäre es doch grob fahrlässig von den Einkäufern nicht am Stand 9 in Halle 22.1 vorbeizuschauen.
Aber nicht allein wegen Hans K herrscht auf dem M.O.W.-Parkett ein ausgeprägter skandinavischer Spirit. Dänemark ist mit Teilnehmern wie Bodahl, Cinall, Danalight, Dansani, Dolphin, Flexa4Dreams, HKC, Innovation, Interstil, Iversen, Kebe, KT Group, Myliving by Furnicare, Next Step, Sakwa, Tjørnbo und Tvilum präsent. Hinzu kommen Schweden wie Furninova, Conform und Tenzo.

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