Österreichische Möbelindustrie
Situation entspannt sich leicht
Nachdem die Möbelindustrie Österreichs in den vergangenen Monaten in schwierigen Fahrwassern navigierte, zeichnet sich im dritten Quartal eine leichte Entspannung der wirtschaftlichen Situation ab. Das geht aus einer aktuellen Befragung
Nachdem die Möbelindustrie Österreichs in den vergangenen Monaten in schwierigen Fahrwassern navigierte, zeichnet sich im dritten Quartal eine leichte Entspannung der wirtschaftlichen Situation ab. Das geht aus einer aktuellen Befragung des WIFO unter 31 Unternehmen hervor, teilte jetzt der Verband der österreichischen Möbelindustrie mit. Nach einem Produktionsrückgang im ersten Quartal um 13,6 Prozent gegenüber des Vorjahreszeitraums, berichten demnach einige Hersteller von einem Anstieg der Fertigung. Nichtsdestotrotz sind die Firmen, die mit einer rückläufigen Produktion zu kämpfen haben, weiterhin in der Überzahl. Zudem erwarten sie einen weiteren Rückgang.
Als außerordentlich schlecht wurden die vergangenen drei Quartale bewertet. So verzeichnete die Branche in den ersten drei Monaten dieses Jahres einen Exportrückgang von 10,6%. Von der Entwicklung waren – mit Ausnahme der Küchenmöbelhersteller, die ein Plus von 7,1 Prozent verbuchten – alle Teilbranchen betroffen. Deutschland, der wichtigste Exportmarkt der Österreicher, lag mit rund 133 Mio. Euro um 13,9% unter dem Niveau des Vorjahres.
Die Importe gingen im selben Zeitraum mit insgesamt 6,2 Prozent ebenfalls zurück. Eine Ausnahme bildet auch hier wieder die Küchenmöbelindustrie mit einem Anstieg von 5,5 Prozent.
Nachdem die Verkaufspreise im 2. Quartal deutlich gefallen sind, rechnet ein Großteil der befragten Firmen nun wieder mit einem leichten Preisanstieg. Auch die zukünftige Geschäftslage wird insgesamt besser gesehen, als die der vergangenen drei Quartale. Laut WIFO Konjunkturtest hat sich die Zahl der Arbeitsplätze stabilisiert. Zwar seien die Kapazitäten mit einer Auslastung von 79 Prozent noch immer wesentlich geringer, als im langjährigen Durchschnitt, doch seien weitere Stellenstreichungen derzeit nicht geplant.

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