Aufgrund der angespannten Kosten- und Gewinnsituation will CEO Keith McLoughlin Preisanpassungen von 5 bis 7 Prozent für Electrolux-Geräte.

Electrolux

Sinkende Nachfrage und heftige Gewinneinbrüche

Die schwache Nachfrage in wichtigen Kernmärkten, sinkende Erlöse und steigende Rohstoffpreise haben beim schwedischen Gerätekonzern Electrolux zu einem enttäuschenden Ergebnis in diesem Frühjahr geführt. Die jetzt veröffentlichten Zahlen für das zweite Quartal 2011 geben 24,143 Mrd. SEK (2,66 Mrd. Euro) Umsatz an, fast zwölf Prozent weniger als für den Vorjahreszeitraum. Währungsbereinigt entspreche dies zwei Prozent Minus. Gleichzeitig halbierte sich der operative Gewinn und sank auf 745 Mio. SEK (82,03 Mio. Euro).

Wie CEO Keith McLoughlin am Dienstag erklärte, sorgten vor allem die Konsumschwäche in Nordamerika und einigen euopäischen Märkten wie Italien - einhergehend mit einem enormen Preisdruck - für den Umsatzrückgang. Wobei der Konzernchef auch für die zweite Jahreshälfte keine wesentlichen ânderungen erwartet. Um das Ergebnis zu restabilisieren, sollen deshalb künftig die steigenden Kosten für Rohstoffe und Energie durch höhere Gerätepreise ausgeglichen werden. Für Europa plant Electrolux eine Anpassung um 5 bis 7 Prozent ab kommendem Herbst, wobei die konkrete Umsetzung den einzelnen Ländergesellschaften obliegt. Für Deutschland ist noch keine konkrete Entscheidung getroffen.

Umsatzzuwächse stehen künftig vor allem durch die jüngste Akquise der ägyptischen Olympic-Gruppe in Aussicht. Mit der Beteiligung von zunächst 52 Prozent an dem Hausgeräteunternehmen (Umsatz: ca. 275 Mio. Euro) wollen die Schweden die Marktführung in Nordafrika und Mittlerem Osten übernehmen.

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