Sheila Rietscher sucht eine neue berufliche Herausforderung.

Kahla

Sheila Rietscher hat die Marke verlassen

Seit 2003 steuerte Sheila Rietscher erst Teile und später die gesamte Marketingkommunikation des Porzellaninnovators Kahla. In dieser Zeit entstanden Produkte, die dem thüringischen Hersteller über 100 Auszeichnungen für Design, Innovation und Nachhaltigkeit einbrachten. Für den multisensorischen POS-Auftritt ließ sie nicht nur hochwertige Möbel und Werbemittel anfertigen, sondern sogar einen markeneigenen Duft kredenzen, Musik komponieren und einen Kaffee rösten. Sie launchte den imposanten Messeauftritt zur Ambiente-Messe, die neue Homepage und alle Social-Media-Auftritte des Konsumgüterherstellers.

Im Jahr 2007 leitete sie als Interimsmanagerin die chinesische Vertriebstochter und legte die Grundsteine für die bis heute andauernde Kooperation mit der Marke Fissler, die in China und Südkorea den Vertrieb des deutschen Porzellans übernahm. Immer wieder trat Sheila Rietscher als Sprecherin und Expertin auf Konferenzen auf, hielt Vorträge zu Social Commerce, Geschmacksmusterschutz und Innovationsstrategie. Außerdem engagierte sie sich an internationalen Hochschulen als Marketingdozentin und Business Coach für den Designernachwuchs. Im Jahr 2014 brach die damals 34-Jährige zu einer Weltumsegelung auf, testete das neue rutschfeste „Magic-Grip“-Geschirr inmitten der drei großen Ozeane gleich selbst, schrieb Kolumnen für das „P&G“-Magazin und das Buch „Die Teamgeist-Story“. Nach 28 Monaten kehrte die kreative Wassersportlerin als Direktorin für Marke und Strategie in das mittelständige Familienunternehmen zurück und entwickelte zusammen mit einer externen Task Force smartes Porzellan mit NFC- und RFID-Transpondern für die B2C-Kunden der Geschäftsbereiche Werbemittel und Gastronomie. Außerdem beschaffte sie mobile CO2-Laser und ließ in einer deutschlandweiten Fachhandelspromotion das patentierte Porzellan „touch!“ mit individuellen Gravuren versehen. Die Messe Frankfurt wählte Sheila Rietscher zum Gründungsmitglied des Digital Advisory Boards.

Als die Kahla/Thüringen Porzellan GmbH unter der Führung der Familie Raithel nach einem gescheiterten Großauftrag im März 2020 Insolvenz in Eigenverwaltung anmelden musste, kümmerte sich die loyale Managerin um die Krisenkommunikation und begleitete den Übergang in eine neue Gesellschaft. „Ich schaue mit Stolz und Dankbarkeit auf 15 erfolgreiche und auch lehrreiche Jahre zurück. Für die Zukunft habe ich viele Ideen, aber noch keine konkreten Pläne. Die Freiheit, etwas Neues erleben, lernen und gestalten zu dürfen, ist ein ganz wunderbarer Luxus. Ich wünsche dem Unternehmen maximale Erfolge und meinem Team gutes Durchhaltevermögen für die spannenden Monate nach dem Neustart als Porzellanmanufaktur Kahla/Thüringen GmbH.“, sagt die diplomierte Kulturwissenschaftlerin für Medien.

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