Hornitex
Selbstbedienung vor der Pleite
Kurze Zeit vor dem Hornitex-Konkurs flossen etliche Summen aus der Unternehmenskasse in die Taschen der Künnemeyers. Das berichtet der Kreisanzeiger. Und ist erstaunlich gut informiert. So wurden vom 22. bis
Kurze Zeit vor dem Hornitex-Konkurs flossen etliche Summen aus der Unternehmenskasse in die Taschen der Künnemeyers. Das berichtet der Kreisanzeiger. Und ist erstaunlich gut informiert. So wurden vom 22. bis 27. Juni (Insolvenzantrags-Termin: 29. 6.) aus der Kasse des Holzwerkstoff-Riesen sechs Überweisungen in einer Gesamthöhe von 520.021,72 DM getätigt. Davon gingen fünf auf die Konten von Otto Künnemeyer oder seinem Sohn Klaus Otto bei der Sparkasse Detmold.
Ein Betrag von 100.000 DM wurde am 22. Juni auf die Basler Kantonalbank in der Schweiz überwiesen. Der Name des Begünstigten: Otto Künnemeyer.
Besonders brisant: Der Transfer wurde von den Hornitex-Buchhaltern Arens und Kokenbrink unterschrieben, die noch immer in Horn-Bad Meinberg tätig sind.
Auf Anfrage des Kreis-Anzeigers äußerte sich Insolvenzverwalter Dr. Werner Schreiber in Bezug auf diese Vorgänge wie folgt: "Das wird alles aufgedeckt. Jede einzelne Buchung. Und wenn sich Straftatbestände ergeben, wird das für den ehemaligen geschäftsführenden Gesellschafter sehr schmerzhafte Konsequenzen mit sich bringen."

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