Karstadt
Sechs Häuser werden dicht gemacht
Der Karstadt-Aufsichtsrat hat gestern – wie erwartet – Dr. Stephan Fanderl zum neuen CEO der Warenhauskette berufen. Der 51-Jährige Handelsmanager war seit dem 1. Oktober 2013 Vorsitzender des Aufsichtsrates. Diesen
Der Karstadt-Aufsichtsrat hat gestern – wie erwartet – Dr. Stephan Fanderl zum neuen CEO der Warenhauskette berufen. Der 51-Jährige Handelsmanager war seit dem 1. Oktober 2013 Vorsitzender des Aufsichtsrates. Diesen Posten übernimmt nun Wolfram Keil, der seit September 2014 Mitglied des Gremiums ist. Auf den frei gewordenen Platz im Aufsichtsrat rückte zudem Jörg Schwengel von der Signa Gruppe. Damit besteht das Karstadt-Management nun aus CEO Dr. Stephan, Miguel Müllenbach als Chief Finance Officer und Arbeitsdirektor, Jörg-Peter Schmiddem als Chief Merchandise Officer (Einkaufschef) und Thomas Wanke als Chief Retail Officer Sales (Vertriebschef).
Aber nicht nur die neue Geschäftsführung war Thema der Aufsichtsratssitzung, sondern auch die Zukunft des angeschlagenen Konzerns. Diesen will das Gremium mit einem Sanierungs- und Restrukturierungskonzept wieder auf Kurs bringen, der unter anderem die Schließung von sechs Standorten vorsieht. Auf der Streichliste steht zum 30. April 2015 das "Schnäppchencenter" in Frankfurt/Oder. Ihm folgen zum 30. Juni kommenden Jahres Warenhäuser in Hamburg-Billstedt und Stuttgart, die beiden "K-Towns" in Göttingen und Köln sowie das "Schnäppchencenter" in Paderborn. Laut Betriebsrat könnten damit 240 Angestellte ihren Job verlieren. Aber auch weitere 2.000 Stellen könnten nach seinen Befürchtungen dem Rotstift zum Opfer fallen.
Neben den Schließungen plant Karstadt auch neue Warenhaus-Formate. Diese sollen im Frühjahr/Sommer an den Start gehen.

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu verfassen.
Sie haben noch kein Konto?
Jetzt registrieren