Karstadt

Sechs Häuser machen dicht

Nach der Insolvenz der Warenhaus-Kette Karstadt steht nun fest, dass sechs Häuser bereits zum Anfang des kommenden Jahres schließen müssen. Wie Rolf Weidmann, Warenhaus-Beauftragter des Insolvenzverwalters Klaus Hubert Görg, heute

Nach der Insolvenz der Warenhaus-Kette Karstadt steht nun fest, dass sechs Häuser bereits zum Anfang des kommenden Jahres schließen müssen. Wie Rolf Weidmann, Warenhaus-Beauftragter des Insolvenzverwalters Klaus Hubert Görg, heute vor der Karstadt- Gläubigerversammlung ankündigte, handelt es sich dabei um Warenhäuser in Hamburg, München und Dortmund sowie drei Fachmärkte in Berlin, Braunschweig und Stuttgart. Von dem Aus sind mehr als 400 der aktuell 26.500 Mitarbeiter betroffen. Die Zukunft für elf weitere der insgesamt 126 Standorte wird derzeit noch geprüft.
Nach Angaben der Deutschen Presseagentur schlägt Insolvenzverwalter Görg den Gläubigern die Sanierung der Warenhauskette über ein sogenanntes Insolvenzplanverfahren vor. Ziel sei es, einen möglichst großen Teil des Unternehmens zu erhalten. Würde die Warenhaus-Kette zerschlagen, drohten hohe Vermögensschäden.
Karstadt schreibe in seinem operativen Geschäftsbetrieb aktuell schwarze Zahlen. Mit dem Sanierungsplan wolle Görg nun auf Investorensuche gehen. Dabei schloss er den Verkauf einzelner Häuser oder einer Gruppe zunächst aus. Aus diesem Grund seien bislang auch noch keine Gespräche mit der Metro-Gruppe, die für 60 Häuser Interesse zeigte, geführt worden.[page_break]
Unterdessen forderten Görg und sein Vertreter Vermieter, Lieferanten und Dienstleister von Karstadt auf, auch selbst Beiträge zur Sanierung des Unternehmens zu leisten. Alle Beteiligten hätten zwar Bereitschaft bekundet, hieß es, eine vertragliche Verpflichtung dazu seien sie bislang jedoch nicht eingegangen.