Möbel Märki

Schweizer Händler sucht “sportliche Nichtraucher” für den Verkauf

Kein Job für jedermann: Mit einer Stellenanzeige sorgt Möbel Märki in der Schweiz für kontroverse Diskussionen. Wie das Portal "20 Minuten" berichtet, hat das Unternehmen eine klare Vorstellung von seinem

Kein Job für jedermann: Mit einer Stellenanzeige sorgt Möbel Märki in der Schweiz für kontroverse Diskussionen. Wie das Portal "20 Minuten" berichtet, hat das Unternehmen eine klare Vorstellung von seinem neuen Verkaufspersonal. So heißt es in der Annonce: "Unser Stellenangebot richtet sich an sportliche, von Vorteil nichtrauchende Bewerber/innen".

Bei der Gewerkschaft Unia stößt diese Wortwahl für eine Anstellung im Möbelhaus auf Unverständnis. "Ob jemand raucht oder nicht, ist immer noch seine Privatsache und hat in einem Stelleninserat nichts verloren."

Roger Märki, Chef des Möbelhauses, sieht das anders: "Es ist von Vorteil, sportlich zu sein, wenn man sich in einem Möbelhaus bewegen will", betont er. "Da sind Sie viel zu Fuss unterwegs, laufen täglich Kilometer und im Monat mehrere Marathons." Sportlichen Menschen ginge zudem weniger der Atem aus. Darüber hinaus würde die Kleidung von Nichtrauchern auch besser riechen. "Unsportliche Raucher sind da in der Regel wirklich im Nachteil und haben es auch schwerer, den Kundenbedürfnissen nachhaltig zu entsprechen." Gleichzeitig räumt er ein, dass die Anforderung nicht das einzige und bedeutendste Kriterium für die Stelle sei.

Arbeitsrechtlich gebe die Annonce in der Schweiz keine Bedenken, stellt Thomas Geiser, Professor für Handelsrecht an der Uni St. Gallen, klar: "Es gibt kein allgemeines Diskriminierungsverbot, folglich ist es auch zulässig, Nichtraucher oder sportliche Leute zu suchen."