Gut frequentiert war auch diesmal die Baseler Messe "Swissbau". Deutsche Unternehmen profitierten u. a. von der neuen "Themenwelt Küche".

Swissbau

Schweizer Baubranche pusht die Küchenumsätze

"Fünf äußerst erfolgreiche Tage" resümierte die "Swissbau" nach Messeabschluss am vergangenen Samstag. 115.111 Besucher waren zu der im Zweijahrestakt stattfindenden Leitmesse rund um die Schweizer Baubranche nach Basel gekommen. Dies entspreche einem Plus von 6,5 Prozent. Von Ausstellerseite hatte es bei knapp 1.300 Unternehmen einen Zuwachs von sieben Prozent gegeben.

Bewährt haben sich dabei auch einige konzeptionelle Neuerungen. So wurden nach der 2010 gestarteten "Themenwelt Bad" nun erstmals Küchenhersteller als eigene Themenwelt gebündelt und ebenso der "OfficeSpace" hervorgehoben. Darüber hinaus inspirierte die Messe mit Seminaren und hochkarätige Diskussionsforen in vier Arenen zum Informationsaustausch, zum Beispiel über nachhaltiges Bauen und Energieeffizienz.

Für reichlich Zulauf und Aufträge sorgte insbesondere die anhaltend positive Baukonjunktur. Von 40.000 neu entstehenden Wohnungen und Eigenheimen sowie vom günstigen Euro-Kurs profitieren derzeit vor allem auch die deutschen Küchenhersteller. In Basel (zum Teil über Handelspartner) vertreten waren u. a. Allmilmö/Zeyko, Alno, Bauformat, Bulthaup und Nolte Küchen. Dicht gedrängt ging es auch an den Ständen der großen Gerätemarken Electrolux, V-Zug, Bosch-Siemens und Bauknecht zu. Überdies nutzten von insgesamt 50 Ausstellern rund um die Küche Beschlagsspezialist Blum und einige Händler - wie beispielsweise Ikea - die Messeplattform. Aus dem grenznahen deutschen Gebiet kamen Küchenring-Filialist Grimm und Inpuncto Küchen aus dem Bodensee-Raum in die Stadt im Dreiländereck, um gleich vor Ort Küchen an die Schweizer Kundschaft zu verkaufen.

Insgesamt teilt sich der Markt traditionell zu zwei Dritteln auf Bauträger und nur zu einem Drittel auf das Einzelgeschäft auf. Endverbraucher waren zwar an allen Messetagen zugelassen, kamen aber vorzugsweise am Samstag. Noch mehr positives Flair verspricht die nächste ?Swissbau?. Denn im kommenden Jahr wird das Messegelände für 430 Mio. Franken umgebaut und eine umfassende Modernisierung erfahren.

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