Ikea

Schweden unterstützen Hamburger Besetzer

Im Streit um das von Künstlern besetzte Frappant-Gebäude in Hamburg-Altona hat sich jetzt Ikea eingeschaltet. Nach einem Bericht des "Hamburger Abendblatts" trafen sich gestern Vertreter des Konzerns vor Ort mit

Im Streit um das von Künstlern besetzte Frappant-Gebäude in Hamburg-Altona hat sich jetzt Ikea eingeschaltet. Nach einem Bericht des "Hamburger Abendblatts" trafen sich gestern Vertreter des Konzerns vor Ort mit den rund 130 Künstlern und Designern. Ikea-Sprecherin Simone Settergren betonte, dass die Stadt den Kreativen ein langfristiges Angebot machen müsse. "Wir wollen dort keine Räumung, und wir sind an einer einvernehmlichen Lösung interessiert."
Mit ihrer Forderungen signalisieren die Schweden den Künstlern Unterstützung – offenbar nicht ohne Grund, schließlich will Ikea das Frappant-Gebäude für den Neubau der dort geplanten City-Filiale abreißen. Müsste das Unternehmen das Haus räumen lassen, würde das Image des Konzerns darunter leiden.
Der Mietvertrag der Kreativen war am 30. November ausgelaufen. Bislang weigern sie sich jedoch, ihre Räume mangels Ausweichmöglichkeiten seitens der Stadt zu verlassen.
Die City-Filiale ist in Hamburg-Altona heftig umstritten. Für den 19. Januar wurde deshalb eine Abstimmung über die Ikea-Pläne angesetzt. Die Schweden selbst hatten bereits mehrfach unterstrichen, dass sie nur nach Altona kommen, wenn die Mehrheit der Bürger sie dort haben möchte. Andernfalls überlegen sie, von ihrem Rücktrittsrecht vom Kaufvertrag des Grundstückes für den Standort Gebrauch zu machen.