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Schwächelnde Konjunktur in der Wohnmöbelbranche

"Im Wohnmöbelsektor ist das 1. Halbjahr 2013 wirtschaftlich von einer deutlichen Abschwächung der Konjunktur geprägt." Mit diesen Worten fasste VdDW-Geschäftsführer Dr. Lucas Heumann die wirtschaftliche Entwicklung der Branche anlässlich der

"Im Wohnmöbelsektor ist das 1. Halbjahr 2013 wirtschaftlich von einer deutlichen Abschwächung der Konjunktur geprägt." Mit diesen Worten fasste VdDW-Geschäftsführer Dr. Lucas Heumann die wirtschaftliche Entwicklung der Branche anlässlich der Jahrespressekonferenz des Verbandes der Deutschen Wohnmöbelindustrie e.V., Herford, zusammen.
Bis einschließlich Juni 2013 gingen die Auftragseingänge der deutschen Wohnmöbelindustrie um 2,0 Prozent zurück. Der Rückgang betraf überwiegend das Inlandsgeschäft, das bis Ende Juni mit -3,6 Prozent abschloss. Auf den Monat bezogen – so Dr. Heumann – waren die Monate Februar, März, Mai und Juni rückläufig, während im Januar und im April ein Auftragsplus festzustellen war. Auftragseingänge aus dem Ausland sind demgegenüber im Plus und wurden im ersten Halbjahr 2013 um 3,0 Prozent gesteigert. Insgesamt sind die Rückgänge der Auftragseingänge im Wohnmöbelsektor damit etwas niedriger ausgefallen als in anderen Sektoren der Möbelindustrie.
Bemerkenswert sei auch dass die durchschnittliche Entwicklung der Auftragseingänge im Kreis der teilnehmenden Unternehmen besser ausgefallen ist als die kumulierten Gesamtzahlen. Hier liegt der durchschnittliche Rückgang bei nur 0,5 Prozent.
Nach der Analyse des Verbandes spricht dies für deutliche Firmenkonjunkturen mit positiven Ergebnissen gerade bei kleineren "Nischenanbietern". Hier hat sich nach Angaben des Verbandes der Wohnmöbelsektor überdurchschnittlich gut in der aktuellen Konsumflaute entwickelt. Hier – so Dr. Heumann ausdrücklich – sind klare Firmenkonjunkturen festzustellen.
Weiter wies der Verband darauf hin, dass eine nach Inland- und Auslandsgeschäft differenzierte Betrachtung bei den Gesamtzahlen deutlich andere Tendenz aufweist als bei einer Betrachtung des Durchschnitts der an der Auftragsstatistik des Verbandes teilnehmenden Unternehmen. Dr. Heumann: "Während insgesamt die Auftragseingänge aus dem Ausland mit +3,0 Prozent deutlich besser ausgefallen sind als diejenigen aus dem Inland (-3,6 %) verhält es sich bei einer Durchschnittsbetrachtung umgekehrt. Hier konnten die teilnehmenden Unternehmen ihre Auftragseingänge aus dem Inland im Durchschnitt um 3,3 Prozent steigern, diejenigen aus dem Ausland gingen demgegenüber um 1,5 Prozent zurück. Dies spricht für eine positive Binnen-Konjunktur gerade bei Nischenanbietern z.B. im Premiumsektor."
Für die 2. Jahreshälfte 2013 ist der Verband vorsichtig optimistisch. Dr. Heumann: "Wir rechnen im 2. Halbjahr 2013 mit einer Belebung des Kaufverhaltens der Verbraucher. Hierfür sprechen insbesondere die Zahlen der GfK, die monatlich das Konsumklima der Verbraucher misst bzw. bewertet und bereits seit Jahresende 2012 eine positive Tendenz diagnostiziert."