Steffen AG

Schuldenerlass

Frohe Botschaft aus Mastershausen: Wie der Steffen-Vorstand heute mitteilte, hat die MIM Produktionsanlagen GmbH & Co. KG auf Forderungen in Höhe von rund 8 Mio. DM gegenüber dem Schlafzimmer-Hersteller verzichtet.

Frohe Botschaft aus Mastershausen: Wie der Steffen-Vorstand heute mitteilte, hat die MIM Produktionsanlagen GmbH & Co. KG auf Forderungen in Höhe von rund 8 Mio. DM gegenüber dem Schlafzimmer-Hersteller verzichtet. Ein Betrag, der eigentlich für den Rückkauf von Grundbesitz, Gebäude und Maschinen durch die Steffen AG im Rahmen des Ende Dezember auf einer außerordentlichen Hauptversammlung verabschiedeten Sanierungsplans fällig gewesen wäre.
Bei der MIM handelt um eine Tochtergesellschaft des von der Familie Rauch kontrollierten Steffen-Mehrheitsaktionärs HGR. An die MIM hatte der bereits damals finanziell angeschlagene Masterhausener Schlafzimmerproduzent 1997 seinen Grundbesitz, Immoblien und Anlagen für 52 Mio. DM verkauft, um diese danach für 7 Mio. DM pro Jahr zurückzumieten. Eine Konstruktion, die im Rahmen der neuerlichen Sanierungsbemühungen von Vorstand Clemens Deventer jetzt wieder rückgängig gemacht wurde.
Für insgesamt 35 Mio. DM hatte die Steffen AG Grundstücke, Immobilien und Anlagen zurückgekauft. Wobei die MIM 21,1 Mio DM der Kaufsumme als Sacheinlage in die Aktiengesellschaft einbrachte. Über den Restbetrag in Höhe von 13,9 Mio. DM wurde ein Darlehensvertrag zu marktüblichen Konditionen geschlossen. Und eben diese Summe reduzierte sich jetzt aufgrund des Schuldenerlasses der MIM auf 5,9 Mio. DM.
Doch nicht nur die Reduzierung der Verbindlichkeiten lässt Steffen auf eine erfolgreiche Sanierung hoffen. Auch das Geschäft auf der gerade zu Ende gegangenen Kölner Möbelmesse trägt zur positiven Stimmung in Mastershausen bei. Schließlich konnte das Unternehmen laut Pressemitteilung "seine guten Messeumsätze der Vorjahre noch einmal steigern und dadurch seine Marktposition im furnierten und teilmassiven Produktsegment verbessern." Vor allem mit dem Platzierungsgeschäft ist man zufrieden. Hier zeigen sich "erfreuliche Ansätze", so der Vorstand.