Berlin
Schöne, neue Office-Welt
Am 16. April startet in Berlin die Ausstellung "Office Hours", die sich dem Büro widmet. "Office Hours" fragt, auf welche Weise sich Büros materialisieren, die nicht zuletzt ein Konglomerat telekommunikativer
Am 16. April startet in Berlin die Ausstellung "Office Hours", die sich dem Büro widmet. "Office Hours" fragt, auf welche Weise sich Büros materialisieren, die nicht zuletzt ein Konglomerat telekommunikativer Schnittstellen sind. Sie untersucht kritisch die Gestaltung von schönen, neuen Arbeitswelten. Designer und Künstler reflektieren, welche Folgen das Verschmelzen von Privatleben und Arbeit, die Erweiterung des traditionellen Büros um Wellnessbereiche und Breakouts hat. Sie interpretieren das Office als räumliche Manifestation von Effizienz, als Maschine mit hyperkomplexer technologischer Dynamik, als Ort sozialer Kontakte sowie als Schaubühne einer psychischen und ästhetischen Konditionierung. Dessen Gestaltung dazu beitragen soll, dass Menschen ihre Arbeit als sinnstiftend empfinden. Designer Volker Albus führt z. B. vor Augen auf welch unzureichende Arbeitsbedingungen der nomadische Büroarbeiter oft stößt, während Andreas Boebel – mit einem Augenzwinkern – Unterlagen für Berufstätige liefert, die rund um die Uhr Produktivität simulieren müssen. In einem unbeobachteten Moment können diese das weiche Innenleben ihrer Ordner entfalten und sich kurz aufs Ohr legen. RealismusStudios "Office Hours", Strukturwandel der Arbeitswelten: 16.4. – 29.5.05, tägl. 12.00 – 18.30, Neue Gesellschaft für Bildende Kunst, Oranienstr. 25, Tel. 030 – 616 513 0.

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