Salone del Mobile

Schöne, bunte (Mailand-)Welt

Design-Pilger und der Mailänder Salone – eine leidenschaftliche Liaison, wie die diesjährige Veranstaltung einmal mehr zeigt(e). Hallen, Gänge und das gesamte Messe-Gelände in Rho-Pero waren und sind wie gewohnt rappelvoll. Ebenso die unzähligen Locations in der Stadt, die unverzichtbarer Bestandteil der überbordenden Milano Design Week 2019 sind.

Konnte man in den ersten Tagen auf dem Salone morgens noch am ehesten in Ruhe einen Blick auf die Neuheiten der begehrtesten Hersteller werfen, ging es spätestens ab 11 Uhr besuchertechnisch rund. Und das nicht nur in den Top-Design-Hallen 16 und 20. Auch der neue Bereich S.Project in den Hallen 22 und 24, in dem u.a. die noch junge Design-Allianz von B&B Italia, Flos und Louis Poulsen einen gelungenen Auftritt hinlegte, zog reichlich Besucher an und sorgte zudem für eine leichte Entzerrung der enormen Besucherströme.

Besonders auffällig in diesem Jahr: Manche Aussteller wählten ein Ausstellungsdesign, das die Produkte wie Kunstwerke auf Bühnen und Sockeln inszenierte und die Besucher wie bei Kartell oder Edra, daran vorbei führte. Dadurch können die Möbel zwar mit etwas mehr Abstand betrachtet werden, allerdings führt dies auch zu einem etwas musealen Eindruck, der einem zudem das Erfühlen der Haptiken verwehrt.  

Vielmehr als um das einzelne Produkt, schien es in diesem Jahr zum einen um stimmungsvolle, intensive Farb-Kompositionen zu gehen – mit viel Rosé-, Gelb-, Orange-, Blau- und Violett-Tönen -, und zum anderen um inspirierende Lifestyle-Welten. Ob etwa für den Handel praxisnah als Themen-Schaufenster wie bei Kartell inszeniert, als globale City-Apartements wie bei Zanotta oder als zielgruppengenaue Interior-Inszenierungen wie bei Vitra.

Einen ersten Eindruck vom Salone und Fuorisalone sehen Sie in unserer Bilderstrecke. Und den kompletten Nachbericht lesen Sie in der kommenden "möbel kultur".

Diese Seite teilen