Die Zeiten günstiger Preise für Paletten sind vorbei.

HPE

"Schnittholz wird ein knappes Gut"

Da die Weltkonjunktur boomt wie lange nicht, nehmen die Warenumschläge immer mehr zu. Um dies realisieren zu können, sind Holzpackmittel von großer Bedeutung. Doch die Versorgung mit Schnittholz kann mit der steigenden Nachfrage nicht mehr mithalten. Das gab der Bundesverband Holzpackmittel, Paletten und Exportverpackung (HPE) jetzt bekannt. "Schnittholz wird ein knappes Gut. Bereits im Januar dieses Jahres war die Nachfrage nach Paletten außergewöhnlich hoch und konnte teilweise kaum befriedigt werden. Die Zeiten günstiger Schnittholzpreise und damit günstiger Preise für Paletten und Holzverpackungen sind vorbei", so Siegfried von Lauvenberg, Geschäftsführer des HPE. Laut einer Blitzumfrage unter den Mitgliedsunternehmen verteuerten sich beispielsweise Palettenzuschnitte im Durchschnitt um sechs Prozent seit Jahresbeginn.

Vier wesentliche Gründe nennt der HPE als Ursache für die Verknappung. Dazu gehört, dass die für die Branche wichtige Fichte wegen ihrer Anfälligkeit für Windschäden nach den Stürmen der vergangenen Jahre nicht mehr in ausreichendem Maß aufgeforstet wird. Hinzu kommt die seit Jahren fehlende Bereitschaft der Besitezr von Privatwäldern, das Einschlagvolumen auszuweiten. Daneben spielen die stark zunehmende Nachfrage nach energetisch verwertbarem Holz und die Tendenz des Forstes, die Großsägewerke zu bevorzugen, eine Rolle. "Nur die mittelständischen Sägewerke können häufig benötigte Sondereinschnitte für Exportverpacker und Sonderpaletten-Hersteller kurzfristig und in kleinen Mengen liefern", betont Siegfried von Lauvenberg.

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