VHK
Schlichterspruch zähneknirschend akzeptiert
In der Holz- und Kunststoffverarbeitenden Industrie in Baden-Württemberg ist die Tarifrunde zu Ende. Nachdem sich beide Seiten nicht einigen konnten, musste ein Schlichtungsspruch her. Dieser sieht vor, im Lohn-und Gehaltsbereich
In der Holz- und Kunststoffverarbeitenden Industrie in Baden-Württemberg ist die Tarifrunde zu Ende. Nachdem sich beide Seiten nicht einigen konnten, musste ein Schlichtungsspruch her. Dieser sieht vor, im Lohn-und Gehaltsbereich nach einem Null-Monat eine tabellenwirksame Erhöhung von 2,5 Prozent vorzunehmen, das 13. Monatsgehalt von bisher 80 auf 75 Prozent im Jahr 2006 und auf 70 Prozent im Jahr 2007 abzusenken. Auf unternehmerischer Ebene kann orientiert an betriebswirtschaftlichen Kennzahlen eine Absenkung bzw. Erhöhung der Zahlung um 20 Prozentpunkte vorgenommen werden. Abschließend sieht der Spruch vor, die Kündbarkeit des Manteltarifvertrages, die zum 31.12.2006 möglich gewesen wäre, auf 31.12.2008 zu verlagern. In einer Sitzung vom 13. Juni stimmte der TPA des Verbandes nach langer und kontroverser Diskussion und trotz nachhaltiger Bedenken zu. "Mit der Kündigung des Manteltarifvertrages hatten wir uns eine Erhöhung der betrieblichen Flexibilität und somit eine Annäherung an die bereits bestehenden Möglichkeiten unserer Wettbewerber in NRW und Bayern versprochen", so Roland Weiler, Geschäftsführer des VHK Baden-Württemberg. "Eine Vertagung dieses Themas dürfte einen erheblichen Ballast für unsere Mitgliedsfirmen bedeuten." Weiter befürchtet er, dass die Folgen des Schlichtungsspruches dadurch kompensiert werden müssten, "dass wir wieder in die Betriebe gehen und Sanierungstarife abschließen, wie dies in einer Vielzahl unserer Firmen bereits geschehen ist".

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