DSW
Schlechte Noten für Möbler
Seit 1998 veröffentlicht die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) einmal im Jahr ein Ranking mit den 50 größten Börsenflops. Auf der aktuellen Negativ-Liste der Aktionärsschützer finden sich auch vier Möbler.
Seit 1998 veröffentlicht die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) einmal im Jahr ein Ranking mit den 50 größten Börsenflops. Auf der aktuellen Negativ-Liste der Aktionärsschützer finden sich auch vier Möbler.
Angeführt wird die "Hitparade" der Aktiengesellschaften mit der schlechtesten Wertentwicklung von dem Signalbauunternehmen Schaltbau. Dessen Aktionäre mußten in den vergangenen drei Jahren einen Kursverlust ihrer Wertpapiere von 81 Prozent hinnehmen.
Nicht viel besser erging es den Anteilseignern von Möbel Walther. Der Wert ihrer Vorzugsaktien sackte im 3-Jahres-Vergleich um 75 Prozent. Damit landete der Möbelhändler auf Platz 5 der DSW-Liste.
Wenig Freude beim Blick auf die Börsenkurse dürften auch die Inhaber von Burgbad Möbel-Vorzugsaktien gehabt haben. Mit einem Wertverlust von 34 Prozent seit 1997 belegt der Hersteller Platz 24 des Rankings.
Die Steffen AG mußte in den vergangenen drei Jahren einen Kursverlust ihrer Vorzugsaktien von 63 Prozent hinnehmen. Eine Entwicklung, die für Platz 34 "reichte".
Vervollständigt wird das Möbler-Quartett durch Alno. Der Küchen-Produzent rangiert mit einem Kursverlust von 52 Prozent seit 1997 auf Platz 41.
Als Ursachen für die negative Kursentwicklung nennen die Aktionärsschützer an erster Stelle das Versagen von Vorstand und Managenment. Deren Fehlverhalten ist verantwortlich für eine Vermögensvernichtung im zweistelligen Milliardenbereich. Als weitere Gründe gelten ein schlechtes Marktumfeld sowie eine mangelhafte Öffentlichkeitsarbeit, insbesondere ungenügende Kontakte zu Investmentberatern und Analysten.

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