Electrolux

Schlanker und effizienter

Weitreichende Umstrukturierungen kündigt Electrolux für seine Werke in Europa an. Um die Hausgeräteproduktion effizienter zu gestalten, werden sowohl Betriebe geschlossen als auch Fertigungsbereiche verlagert. Insgesamt erwartetet der schwedische Konzern Einsparungen

Weitreichende Umstrukturierungen kündigt Electrolux für seine Werke in Europa an. Um die Hausgeräteproduktion effizienter zu gestalten, werden sowohl Betriebe geschlossen als auch Fertigungsbereiche verlagert. Insgesamt erwartetet der schwedische Konzern Einsparungen in Höhe von 63 Mio. Euro jährlich.
Für Deutschland wird die Fertigung im wesentlichen auf Bayern, dem "Stammland" der Electrolux-Tochter AEG, konzentriert. So wird der Standort Rothenburg zum europäischen Zentrum für Kochgeräte im Mittel- und Hochpreissegment ausgebaut. Damit einher geht die Verlagerung der Produktion von Herdmulden aus Herborn-Burg, die 300 Arbeitsplätze betrifft. Ebenso werden Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten aus anderen europäischen Ländern in Rothenburg konzentriert, so dass hier das Personal auf über 1.000 Mitarbeiter aufgestockt wird. Daneben spielt der Standort Nürnberg, in den bereits 75 Mio. DM in die Fertigung Weißer Ware investiert wurden, eine Hauptrolle.
Dagegen steht das Aus für die Kühlgerätefertigung in Kassel an. Mit 400 Mitarbeitern arbeite das Werk schon lange weit unter der Kapazitätsgrenze von etwa 500.000 Geräten. Gerade bei Kühlgeräten, die einem besonders hohen Preiswettbewerb ausgesetzt sind, sei das Hochlohn-Land Deutschland nicht mehr wirtschaftlich tragbar, sodass die Produktion ins Ausland verlagert wird.