Gepade hat erneut Insolvenz angemeldet.

Gepade

Rutscht erneut in die Insolvenz

Die Nachricht kam überraschend: Nach einer gelungenen Hausmesse, auf der die Verantwortlichen von Gepade noch von einer erfolgreichen Veranstaltung sprachen, hat das Unternehmen erneut Insolvenzantrag gestellt. Wie die Kanzlei AndresPartner heute mitteilte, wurde Martin Schmidt zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Der Rechtsanwalt und Steuerberater hatte Anfang vergangenen Jahres bereits den Geschäftsbetrieb der insolventen Vorgängergesellschaft von Gepade gesichert. 2013 war der Hersteller zum ersten Mal in die Zahlungsunfähigkeit geraten. Damals wurde es an den Investor Solvesta verkauft, der es wiederum im August dieses Jahres an die zur Prevent-Gruppe gehörenden Prevent Interior veräußerte, zu der auch Machalke gehört.

"Die jetzige Insolvenzsituation von Gepade erstaunt insbesondere vor dem Hintergrund, dass sich das Unternehmen seit 2014 auf einem guten Weg befand und die Preven-Gruppe die Gesellschaft gerade im August 2015 übernommen hatte", erklärt Schmidt.

Der Insolvenzantrag war nötig geworden, da angekündigte finanzielle Mittel nicht flossen und damit unter anderem auch nicht die September-Gehälter der 135 Beschäftigten nicht gezahlt werden konnten. "Es ist für mich nur schwer nachvollziehbar, warum der neue Gesellschafter anstelle der angekündigten finanziellen Mittel für die Fortentwicklung des Unternehmens versucht hat, zuletzt eine Vielzahl von wichtigen Mitarbeitern bei Gepade freizustellen und die in Delbrück ansässige Polsterei, als eine der Kernkompetenzen von Gepade, zu schließen. Das hat den Fortbestand des Unternehmens akut gefährdet", führt Schmidt fort.

Der Geschäftsbetrieb bei Gepade läuft unterdessen weiter. Gleichzeitig wird Schmidt die Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes beantragen, damit die Beschäftigten noch bis Ende November ihre Löhne und Gehälter erhalten.

Diese Seite teilen