Alexander Birken, Jahrgang 1964 und geboren in Hamburg, hat am 1. Januar 2017 den Vorstandsvorsitz der Otto Group übernommen.

Otto Group

"Respektvoll optimistisch" in der Corona-Krise

Der Vorstandsvorsitzende Alexander Birken gab heute einen Einblick in die Arbeit im Otto-Konzern in Corona-Zeiten. Fest steht, dass die Gruppe stark betroffen, aber den aktuellen Herausforderungen erfolgreich begegnet ist: "Denn in nahezu allen 30 Ländern, in denen die Otto Group tätig ist und die vom weltweiten Lockdown betroffen sind, konnte die Leistungsfähigkeit der gesamten Wertschöpfungskette trotz hoher Anforderungen an den Gesundheitsschutz annähernd aufrechterhalten werden", sagte Birken. Entsprechend optimistisch stimmen die Unternehmensgruppe die Erfahrungen aus den beiden ersten Monaten März und April des neuen Geschäftsjahres. Auf die starken Nachfrageschwankungen mit enormen Zuwächsen einzelner Sortimente haben die Handels- und Logistikunternehmen der Otto Group flexibel und stabil reagiert. Dank der hohen Verfügbarkeit der nachgefragten Waren und des breiten Sortimentsangebots konnten die Handels- und Logistikunternehmen zahlreiche Neukunden gewinnen. Trotz des temporären Lockdowns der Stationärgeschäfte der Gruppe (unter anderem bei Crate and Barrel, Witt-Gruppe, Manufactum) und des Auslieferungsstopps in Frankreich konnte der Umsatz in den beiden Monaten März und April auf dem Vorjahresniveau gehalten werden.

„Die Otto Group sieht sich mit ihren seit Jahren stringenten und fokussierten Investitionen in digitale Geschäftsmodelle mittel- und langfristig im Wettbewerbsvorteil”, betont Alexander Birken. So erzeugt beispielsweise die konsequente Entwicklung von Plattformen wie Otto und About You gerade eine erhöhte Nachfrage von zumeist stationär agierenden Marken und Händlern, die von diesen starken Ökosystemen profitieren wollen. Bei der Einzelgesellschaft Otto ist deshalb geplant, noch in diesem Jahr rund 1.000 Partner auf die Plattform zu holen, "um ein noch attraktiveres, inspirierendes und persönliches Einkaufserlebnis vorwiegend rund um das Thema Wohnen zu schaffen".

Trotz dieser positiven Aussichten verkennt die Otto Group nicht, welche negativen Folgen die Corona-Pandemie auf die Nachfrage- und Angebotsmärkte hat. Die in dieser Form noch nie verzeichnete negative Konsumstimmung in allen für die Otto Group relevanten Märkten wird zu einem bereits erkennbaren Rückgang der Nachfrage insbesondere von Textilien und einem generell steigenden Preiswettbewerb führen. Gemeinsam mit den erhöhten Aufwänden für die Gesundheit der Mitarbeiter wird dies die Ertragslage im laufenden Geschäftsjahr belasten. Mit striktem Kostenmanagement haben die Verantwortlichen der Otto Group frühzeitig und konsequent gegengesteuert. Dank dieser Anstrengungen ist die finanzielle Lage der Otto Group weiterhin solide. Die Familiengesellschafter der Otto Group haben angekündigt, bis auf Weiteres auf Ausschüttungen zu verzichten. So sieht die Otto Group für das laufende Geschäftsjahr Chancen auf einen steigenden Umsatz, erwartet aber einen Rückgang des Ertrags. Alexander Birken: „Wir glauben, dass wir das schwierige Geschäftsjahr 2020/21 gut meistern werden und blicken respektvoll optimistisch in die Zukunft“.

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