Dr. Kurt-Ludwig Gutberlet konnte auf der heutigen pressekonferenz einen Rekordumsatz bekannt geben.

BSH

Rekordumsatz von 9,654 Mrd. Euro erzielt

Rekordjahr für die BSH Bosch und Siemens Hausgeräte: Der Hausgerätehersteller steigerte 2011 seinen Umsatz um 6,4 Prozent auf 9,654 Mrd. Euro. Das gab der Konzern auf seiner heutigen Jahrespressekonferenz bekannt. Das Bruttoergebnis ging mit 3,577 Mrd. Euro um rund einen Prozentpunkt zurück. Als Grund nannte der Konzern die hohen Materialpreissteigerungen. In Deutschland, wo rund ein Drittel der insgesamt über 45.000 Mitarbeiter beschäftigt ist, legte die BSH um 8,2 Prozent auf 2,062 Mrd. Euro zu. Besonders hohe Zuwachsraten konnten in den Wachstumsmärkten Asien (+18,4%) und Osteuropa (+15,5%) erzielt werden. In Nordamerika ging der Umsatz dagegen um 10,3 Prozent zurück. Auch in den europäischen Krisenstaaten mussten Rückgänge hingenommen werden. So entwickelte sich der Umsatz in Westeuropa leicht rückläufig auf 3,514 Mrd. Euro (-0,7 %). Besonders schwierig gestalteten sich die Märkte in Griechenland, Spanien und Portugal. Positiv hingegen entwickelte sich das Geschäft in Belgien, Frankreich, Großbritannien und Schweden. "Insgesamt war 2011 ein sehr erfolgreiches Jahr für uns. Wir sind weiterhin überdurchschnittlich profitabel. Das ist insofern bemerkenswert, da das vergangene Jahr kein einfaches für die Hausgerätebranche war. Die BSH konnte in vielen Ländern überproportional wachsen und ihre Marktposition weiter ausbauen", sagte Dr. Kurt-Ludwig Gutberlet, Vorsitzender der Geschäftsführung der BSH.

Vor allem die kleinen Hausgeräte haben sich 2011 außerordentlich gut entwickelt und mit einem Umsatzplus von 7,6 Prozent überproportional zum Wachstum des Konzerns beigetragen. Bis 2015 will das Unternehmen in Europa dieses Produktsegment weiter kräftig ausbauen. Gutberlet: "Speziell das Lifestyle-Thema Kaffee ist einer unserer großen Wachstumstreiber. Seit Kaffee zum Trendprodukt geworden ist, hat sich die Nachfrage nach Kaffeevollautomaten und Mehrgetränkesystemen aus unserem Hause jährlich um circa 30 Prozent erhöht."

Im vergangenen Jahr investierte die BSH 453 Mio. Euro in Entwicklung und Produktion von energieeffizienten Hausgeräten und in die Standorte. Das sind 50 Mio. Euro mehr als zuvor. Wie bereits in den Vorjahren war Deutschland einer der Investitionsschwerpunkte: rund 33 Prozent wurden im Inland getätigt - unter anderem in Dillingen und Berlin. Außerhalb der Bundesrepublik lagen die Schwerpunkte in der Türkei, China, Spanien und Russland.

Bei der Wachstumsprognose für 2012 blieb der Konzern auf der Pressekonferenz vorsichtig, denn der Umsatz der BSH lag im ersten Quartal 2012 nur auf Vorjahresniveau. Dr. Kurt-Ludwig Gutberlet rechnet mit anhaltenden Währungsrisiken und geht von einer Belebung der Märkte vor allem in China und der Türkei in der zweiten Jahreshälfte aus. Auf dieser Basis rechnet er für das Gesamtjahr 2012 mit einer Umsatzsteigerung im unteren einstelligen Bereich.

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