Die operativen Geschäfte des Familienunternehmens werden von der Egger-Gruppenleitung mit Thomas Leissing, Ulrich Bühler und Walter Schiegl geführt.

Egger

Rekordumsatz erzielt

Das Jubiläumsjahr beschert Egger einen Rekord-Umsatz. Das Unternehmen bestätigte jetzt die auf der "Interzum" vorgestellten vorläufigen Zahlen, wonach es im Geschäftsjahr 2010/11, das am 30. April endete, inklusive der Übernahme von Roma Plastik einen Umsatz von 1,771 Mrd. Euro erwirtschaftete. Verglichen mit dem Vorjahr (1,48 Mrd. Euro) ist das ein Plus von 20 Prozent. "Uns freut es besonders, dass wir in allen unseren Vertriebsregionen beim Umsatz zulegen konnten, das spricht auch dafür, wie hervorragend die Egger-Gruppe insgesamt aufgestellt ist", erklärt Thomas Leissing, Sprecher der Gruppenleitung und zuständig für Finanzen, Verwaltung und Logistik. Durch die konjunkturelle Erholung im Kernmarkt Europa konnte Egger die Produktion deutlich ausweiten und die Auslastung seiner Werke verbessern.

Das Wachstum resultiere zu 14 Prozent aus Mengensteigerungen und zu sechs Prozent aus Preissteigerungen, hieß es weiter. "Wie erwartet gelang es uns nicht, die stark gestiegenen Rohstoffkosten für Holz, Chemie und Papier über Preissteigerungen ausreichend zu kompensieren", führt Thomas Leissing fort. Aus diesem Grund lag das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) mit 229 Mio. Euro um drei Prozent unter dem Wert des Vorjahres (236 Mio. Euro). Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Egger ein Umsatz-Plus von zehn Prozent.

Neben dem Umsatz stieg auch die Mitarbeiterzahl im Jahresschnitt von 5.390 auf 6.012. Aktuell beschäftigt die Gruppe rund 6.500. Als Grund für die Entwicklung wurde insbesondere die Übernahmen von Roma Plastik im vergangenen sowie Gagarin in diesem Jahr genannt.

Bei den Investitionen lag der Konzern mit 167 Mio. Euro unterdessen fast doppelt so hoch wie im Vorjahr. Davon profitierte insbesondere der rumänischen Standort Radauti, der ein neues OSB-Werk, ein neues Leimwerk und ein Verwaltungsgebäude erhält. "Darüber hinaus haben wir in Rion des Landes, Frankreich, die Nassspanaufbereitung fertiggestellt, in Großbritannien haben wir in Hexham Lagerkapazitäten erhöht und eine Recyclinganlage in Barony errichtet", erläutert Walter Schiegl, in der Geschäftsleitung für Produktion und Technik zuständig. "Zusätzlich zur Investitionssumme von 167 Mio. Euro wurden 70 Mio. Euro für die Mehrheitsübernahme des türkischen Kantenherstellers Roma Plastik ausgegeben." Zum 30. Juni dieses Jahres wurde darüber hinaus die Übernahme eines Spanplattenwerks im russischen Gagarin mit 500 Mitarbeitern wirksam.

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