Schüller
Rasterküchen für die breite Masse
Mit Küchen im einheitlichen 130er Raster will Schüller neue Maßstäbe im Consumer Bereich setzen. Das Unternehmen präsentierte gestern seine neuen Produktlinien "schüller.c2" und "schüller.c3", die künftig die "creativ"-Kollektion (Umsatzanteil: 75
Mit Küchen im einheitlichen 130er Raster will Schüller neue Maßstäbe im Consumer Bereich setzen. Das Unternehmen präsentierte gestern seine neuen Produktlinien "schüller.c2" und "schüller.c3", die künftig die "creativ"-Kollektion (Umsatzanteil: 75 Prozent) ablösen sollen. Die neuen Linien mit Schwerpunkt im Preissegment von 4.000 bis 8.000 Euro werden als einzige am Markt mit zwei Unterschrankhöhen von 715 mm und 780 mm angeboten. Die Präsentation der Produkte findet auch auf der Küchenmeile vom 20. bis 26. September in Löhne statt. Im Oktober werden sie bereits platziert. Der Verkauf der grifflosen Variante "schüller.c3" soll im zweiten Quartal 2009 starten.
Erstmals hatte Schüller auch eine Verbraucherstudie zum Thema Küche durchgeführt, um tatsächliche Bedürfnisse in die Produktentwicklung einfließen zu lassen.
"Wichtig war für uns, dass wir für den Handel keinen Druck aufbauen", erklärte Vertriebsleiter Jörg Hochberger. "Vielmehr hat dieser nun bis Ende 2009 oder vielleicht noch länger Zeit, von ,creativ' auf ,c2' umzustellen." Die "creativ"-Linie werde bis Ende kommenden Jahres weiter produziert und erst nach und nach von den neuen Küchen abgelöst. "Die größte Herausforderung werden für uns die Schulungen sein", fügte Hochberger hinzu. So sollen von Mitte Oktober bis Dezember etwa 1.000 Verkäufer an den Standorten "House4Kitchen" in Löhne und am Firmensitz in Herrieden für die neuen Küchen fit gemacht werden.
Zum Hintergrund der Einführung wurden neue Anforderungen im Ausland genannt, wo unter anderem Markenprodukte einen immer höheren Stellenwert bekommen. Denn mit den neuen Linien wird zugleich der Name Schüller stärker penetriert. Im Inland wird den Handelspartnern auch weiterhin die Möglichkeit gegeben, die Küchen als "No Name" oder unter "Private Label" zu vermarkten. Auf Wunsch können sie aber auch als "schüller.c2" oder "schüller.c3" verkauft werden. Darüber hinaus sind die neuen Linien eine Antwort auf die immer mächtiger werdende Lieferantenkonzentration im Inland. Dabei gehe es nicht nur darum, neue Kunden zu gewinnen, sondern durch ein maximales Angebotsspektrum die bestehende Klientel zu halten. So zieht Schüller nun mit dem konsumigen Rasterprogramm von Häcker gleich. Ein entsprechendes Relaunch kommt im Herbst auch von Nolte Küchen. Sich selbst will Schüller aber keine Konkurrenz machen. Deshalb wird auch die Rasterküche "next 125" erheblich ausgebaut.
In die neuen Linien hat Schüller 10 Mio. Euro investiert; schließlich musste die Produktion umgestellt und ein neues Hochregallager mit 25.000 Plätzen gebaut werden.

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