Ehlebracht AG

Radikaler Umbau

Duch einen Umbau der Unternehmensstrukturen verbunden mit einer "Konzentration auf die Kernkompetenzen" soll die Ehlebracht AG wieder auf Kurs gebracht werden. Das meldet die Neue Westfälische in ihrer heutigen Ausgabe.

Duch einen Umbau der Unternehmensstrukturen verbunden mit einer "Konzentration auf die Kernkompetenzen" soll die Ehlebracht AG wieder auf Kurs gebracht werden. Das meldet die Neue Westfälische in ihrer heutigen Ausgabe.
Danach ist die Unternehmensgruppe mit Stammsitz in Enger in erhebliche wirtschaftliche Turbulenzen geraten. So meldete der Konzern, der in der Licht- und Kunststofftechnik sowie als Möbelzulieferer aktiv ist, für die ersten drei Quartale des laufenden Geschäftsjahres zwar einen Umsatzanstieg von 7,6 Prozent auf 192,8 Mio. DM, gleichzeitig musste das Unternehmen jedoch Verluste aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit in Höhe von 4,4 Mio. DM ausweisen. Gründe für diese Negativ-Entwicklung sind laut Finanzchef Joachim Schmidt die Preissteigerungen bei Metall und Kunststoffen, Forderungsausfälle infolge der Insolvenz eines Vertriebspartners sowie Aufwendungen für Umstrukturierungen.
Angesichts der roten Zahlen und einer Gewinnwarnung im November sind die Kurse der Ehlebracht-Aktien mittlerweile in den Keller gerauscht. So lag der Wert der Stammaktien am Donnerstag nur noch bei rund 6,50 Euro, in Hochzeiten hatte er 32 Euro betragen. Die Vorzugsaktien wurden für 5,70 Euro gehandelt, nach einstmals 24,50.
Um den Konzern wieder flott zu kriegen, so zitiert das Blatt den Finanzchef Joachim Schmidt, will sich das Unternehmen von einigen Firmenteilen trennen. Bis zu 20 Prozent der bisherigen Firmenaktivitäteb stehen dabei laut Neue Westfälische auf dem Spiel.
Doch auch in den verbleibenden Sparten sollen die Strukturen "verschlankt" werden. Ein Anfang wurde bei der Tochtergesellschaft decor metall in Bad Salzuflen gemacht, wo bis zu 45 Stellen der insgesamt 350 Arbeitsplätze dem Rotstift zum Opfer fallen. Wieviel der 1.260 Stellen der Ehlebracht-Gruppe insgesamt wegfallen, sagte Schmid nicht.
Ausgebaut werden soll auf jeden Fall der Bereich Neue Medien, in den ein Großteil der Investitionen in Höhe von zuletzt 25,4 Mio. DM geflossen ist.