Alno

Radikaler Schnitt beim Wellmann-Kundenservice

Nach den Zielsetzungen des neuen Alno-Investors Tahoe sind gestern die ersten Gespräche über den beabsichtigten Arbeitsplatzabbau im Konzern gelaufen. So hat gestern Finanzvorstand Christian Brenner, der erst im Januar von Tahoe/Prevent zu Alno kam, im Rahmen einer Mitarbeiterversammlung am Wellmann-Standort Enger den Plan vorgestellt, 75 Stellen aus dem Kundenservice-Center (KSC) zu streichen und in die Heimat der Prevent-Gruppe nach Bosnien zu verlagern. Laut Lokalpresse wurde dies von Gewerkschaftsseite massiv kritisiert, weil dies das Herzstück des Unternehmens betreffe.

Von Konzernseite wurde dies gegenüber moebelkultur.de zum Teil bestätigt, aber insofern relativiert, dass nicht das gesamte KSC aus Enger verschwinden soll. Vielmehr sollen auch künftig in Deutschland KSC-Teams als Anlaufstelle für die Kunden erhalten bleiben.

Indes werden nun die Verhandlungen über den Stellenabbau in Pfullendorf fortgesetzt. Über konkrete Pläne wurde aber noch nichts gesagt. Insgesamt geht es um 250 Stellenstreichungen im Inland und 100 weitere im Ausland, um Kosten zu reduzieren und den Küchenkonzern aus der Verlustzone zu holen. Durch die Personalkürzungen sollen mindestens 20 Mio. Euro p.a. eingespart werden.

Ende 2016 waren rund 2.100 Mitarbeiter bei Alno beschäftigt. Der Umsatz soll im vergangenen Jahr laut vorläufigen Berechnungen ohne die Schweizer Tochter AFP Küchen um mehr als neun Prozent gestiegen sein – mit der AFP um vier Prozent.

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