BoConcept

Quartalszahlen sehen schlecht aus

BoConcept hat derzeit schwer zu kämpfen: In einer Pressemitteilung gab das dänische Franchise-Unternehmen die Zahlen für das erste Quartal 2009 bekannt. Ergebnis: Der Umsatz brach mit umgerechnet 28 Mio. Euro

BoConcept hat derzeit schwer zu kämpfen: In einer Pressemitteilung gab das dänische Franchise-Unternehmen die Zahlen für das erste Quartal 2009 bekannt. Ergebnis: Der Umsatz brach mit umgerechnet 28 Mio. Euro um deutliche 21 Prozent ein. Im ersten Quartal des vergangenen Jahres erwirtschaftete BoConcept noch ein Vorsteuergewinn von 1,85 Mio. Euro, jetzt liegt das Ergebnis mit fast 500.000 Euro im Minus.
Besonders schwierig gestaltet sich die Lage in Spanien, den USA und in Skandinavien. Allein im Heimatland Dänemark brachen die Umsätze in den letzten zwölf Monaten um 38 Prozent ein. In Deutschland (14 Stores und 7 Studios) nahm der Umsatz um 10 Prozent ab. Gegen den Trend entwickelte sich Frankreich. Der mit 30 Stores wichtigste Absatzmarkt legte als einziger zu – um stattliche 9 Prozent.
BoConcept hält trotz der schlechten Zahlen an seiner Prognose fest, das Jahr mit einem ausgeglichenen Ergebnis vor Steuern abschließen zu können. Beim Umsatz erwarten die Dänen, 10 bis 15 Prozent unter dem Vorjahr zu liegen.
Momentan gibt es weltweit 246 BoConcept-Stores. Auch in diesem Punkt rechnet das Unternehmen mit einer "Konsolidierung". Zukünftig wird es netto 10 bis 20 weniger Läden geben und die Schlagzahl der Eröffnungen generell verlangsamt.
Auch wenn BoConcept in seinem Quartalsbericht die angespannte globale Wirtschaftssituation für die deutlichen Umsatzeinbußen verantwortlich macht, liegt die Ursache der negativen Entwicklung wohl auch in der ungebremsten Expansion der Franchise-Kette. Das erste Geschäft wurde 1993 in Paris eröffnet. Bis vor kurzem galt noch die Strategie, zwei bis drei Brand Stores plus fünf bis sechs Studios zu eröffnen – pro Monat.