ZVEI
Protest gegen neue Richtlinie zur Altgeräte-Entsorgung
Massiven Widerstand kündigt der Elektro-Verband ZVEI gegen die von der EU geplante Elektroschrott-Verordnung an. Vor allem die vorgestern im Europaparlament vorgetragene Lösung, dass die Industrie nicht nur die Kosten für
Massiven Widerstand kündigt der Elektro-Verband ZVEI gegen die von der EU geplante Elektroschrott-Verordnung an. Vor allem die vorgestern im Europaparlament vorgetragene Lösung, dass die Industrie nicht nur die Kosten für die Entsorgung, sondern auch für die haushaltsnahe Sammlung von Altgeräten aufkommen soll, löst Proteste aus.
"Bei den zusätzlichen Forderungen in Höhe von mehreren Millionen Euro, die jetzt auf die Gerätehersteller zukommen, werde wohl kein Unternehmen bereit sein, auch noch für die Entsorgung von Geräten zu bezahlen, deren Hersteller heute zum Teil gar nicht mehr existieren." So lautete eine Konsequenz in der gestrigen Antwort des ZVEI. Denn die aktuelle Fassung der Richtlinie würde für die Industrie insgesamt sechs bis sieben Mrd. DM pro Jahr kosten und einen Rückstellungsbedarf von über 30 Mrd. DM verursachen. Beträge, die – soweit realisierbar – an die Verbraucher weitergegeben werden. Auch ohne die Abholungskosten müssten diese beim Neukauf bereits mit einem Mehrpreis von 20 bis 50 DM pro Gerät rechnen, der allein für die Entsorgung anfalle. Um diesen Missstand zu korrigieren, will der ZVEI in den kommenden Wochen in Brüssel noch einmal eindringlich auf eine neue Lösung hinwirken.

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu verfassen.
Sie haben noch kein Konto?
Jetzt registrieren