BSH

Produktion in Berlin-Gartenfeld soll eingestellt werden/Protest von Arbeitnehmerseite

Sah es vorübergehend so aus, dass die Waschmaschinen-Produktion der BSH in Berlin-Gartenfeld zumindest noch in Teilen erhalten wird, hat der Konzern nun doch das Aus verkündet. Da es zu keiner

Sah es vorübergehend so aus, dass die Waschmaschinen-Produktion der BSH in Berlin-Gartenfeld zumindest noch in Teilen erhalten wird, hat der Konzern nun doch das Aus verkündet. Da es zu keiner Einigung kam, wird das Werk Anfang 2007 geschlossen. Begründung: "Das von der Betriebsseite vorgeschlagene Teilfortführungskonzept wird – trotz des möglichen Erhalts von 300 Arbeitsplätzen – von den Arbeitnehmervertretern und der IG Metall nicht mitgetragen."
Die Teilfortführung sah vor, die Fertigung von 200.000 Geräten am Standort zu belassen, wobei die BSH bereit gewesen wäre, zum Teil auch Verluste zu mitzutragen. Doch dies hat der Arbeitnehmerseite offensichtlich nicht gereicht.
Nach dem Verhandlungsstopp will die BSH nun für die 570 betroffenen Mitarbeiter ein Sozialvertrag aushandeln. Geplant ist eine Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft. Währenddessen geben sich Gewerkschaft und Betriebsrat noch nicht geschlagen. Sie wollen laut Berliner "Tagesspiegel" heute Nachmittag beim Arbeitsgericht Klage einreichen, weil die Behauptung, sie hätten die Verhandlungen scheitern lasse, nicht der Richtigkeit entspreche. Vielmehr seien Gegen-Vorschläge nicht ernsthaft erörtert worden. Überdies wird befürchtet, dass die (angeblich nicht wettbewerbsfähige) Teilfortführung nur der Anfang einer endgültigen Stillegung sei.
Von der Schließung nicht betroffen sind jedoch die Bereiche Forschung/Entwicklung und Service: Wie zuvor schon angekündigt, bleiben somit von den ehemals 1.050 Arbeitsplätzen in jedem Fall 480 in Berlin-Gartenfeld erhalten.