Die Solvesta AG hat sich zur Gepade-Insolvenz geäußert.

Stellungnahme der Solvesta AG

"Prevent hat sich an keine vertraglichen Inhalte gehalten"

Im Zuge der Gepade-Insolvenz hat sich Dr. Patrik Fahlenbach von der Solvesta AG zu Wort gemeldet. In seiner Stellungnahme erklärt er, warum die Solvesta Möbelbeteiligungs GmbH die Gepade Polstermöbel GmbH an die Prevent Group verkauft hat:

„Vorerst einmal möchten wir darauf hinweisen, dass der Verkauf durch die Solvesta Möbelbeteiligungs GmbH vorgenommen wurde, welche von Privatinvestoren geführt wird und mit der Solvesta AG an sich nichts zu tun hat. Prevent, in Person von Hubertus Kläs, plante den Aufbau eines neuen Polstermöbelkonzerns für den deutschen und internationalen Möbelhandel mit einem zu erwartenden Umsatzvolumens in Höhe von ca. 150 Mio Euro. Machalke Polstermöbel war bereits Teil der neuen Gruppe und somit wäre auch Gepade Teil der neuen Polstermöbeldivision gewesen.

Beim eigentlichen Verkauf, der so genannten Transaktion, waren von beiden Seiten nur ausgewiesene Fachleute beteiligt. Wirtschaftsprüfer mit Professur, eine renommierte Hamburger Kanzlei, operativ tätige Spezialisten eines anderen Möbelkonzerns etc. Somit hatten alle Beteiligten einen guten Ersteindruck von Prevent.

Nach dem Verkauf, der notariell beglaubigten Transaktion, hat Prevent sich an keine vertraglichen Inhalte gehalten. Die vereinbarte und vertraglich festgehaltene finanzielle Einlage in das Unternehmen Gepade seitens Prevent ist nie getätigt worden. Es sind keine Mieten und Kautionen seitens Prevent gezahlt worden. Weiterhin sind seitens Prevent die Beraterverträge ( Dr. Fahlenbach, Christian Solfronk), welche eine Laufzeit von noch einigen Monaten beinhaltet haben, grundlos gekündigt worden. Auch sind leitende Mitarbeiter ( 5 Personen ) wahllos, im Bewusstsein, dass die Kündigungen juristisch nicht haltbar sind, per E-Mail gekündigt worden.

Da Lieferanten bedingt durch Liquiditätsmangel nur schleppend bedient werden konnten, sah sich der Berater Dr. Patrik Fahlenbach gezwungen, Insolvenz für die Gepade Polstermöbel GmbH anzumelden.

Obwohl der Solvesta durch das Verhalten der Prevent Gruppe und der anstehenden Insolvenz ein millionenschwerer Schaden entsteht, gibt die Solvesta AG erneut einen nennenswerten Geldbetrag, damit der Insolvenzverwalter Martin Schmidt weiterhin produzieren und somit alle Kundenkommissionen ausliefern kann. Mit dieser Aktion zeigt die Solvesta AG nicht nur Verantwortung gegenüber den Gepade Kunden, sondern auch den Glauben an das Unternehmen Gepade.

Abschließend muss man feststellen, dass trotz mehrfacher Versuche der Solvesta in Verhandlungen mit Prevent einzusteigen, die anstehende Insolvenz unvermeidbar ist. Nur auf diesem Weg ist es möglich, das Unternehmen losgelöst von Prevent zu verkaufen. Der Übergang soll zum 1. Dezember 2015 erfolgen. Dies bedingt aber, dass alle Partner an Bord bleiben und zu Gepade stehen.“

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