VDM
Preissteigerungen unumgänglich
Dirk-Uwe Klaas hat es metaphorisch mit Licht und Schatten umschrieben und gleichwohl bestimmt formuliert: Die Möbelindustrie muss zum Herbst, ungeachtet des aktuellen und zu erwartenden Jahresend-Booms, ihre Preise erhöhen, weil
Dirk-Uwe Klaas hat es metaphorisch mit Licht und Schatten umschrieben und gleichwohl bestimmt formuliert: Die Möbelindustrie muss zum Herbst, ungeachtet des aktuellen und zu erwartenden Jahresend-Booms, ihre Preise erhöhen, weil die Kosten auf der Zulieferseite schlicht explodiert sind. Auf der Jahres-Wirtschaftspressekonferenz in Köln hat der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Holz und Kunststoffe verarbeitenden Industrie unmissverständlich erklärt, dass "wir Preissteigerungen durchsetzen müssen, weil wir auf der Beschaffungsseite mit durchschnittlich acht Prozent höheren Kosten kalkulieren müssen. Das kann kein Unternehmen auffangen." Der VDM-Chef weiter: "Der diesjährige Herbst bietet eine einmalige Gelegenheit, diese Forderungen auch durchzusetzen. Der Handel braucht Ware – für die Hamsterkäufe vor der Mehrwertsteuererhöhung."
Faktisches: Die Möbelindustrie lag mit einem Umsatz von 8,8 Milliarden Euro bis Ende Juni um 4,4 Prozent über dem Vorjahreswert. Mit einem Zuwachs von 11,2 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro punkten die deutschen Büro- und Ladenmöbelhersteller als rasant wachsendes Segment. Auf gleicher Augenhöhe mit der Küchenmöbelindustrie, die einen Umsatzzuwachs von neun Prozent auf 1,9 Milliarden Euro verbuchen konnte.

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