Zwilling

Präzisiert Nachhaltigkeitsziele

Nachdem die Zwilling J.A. Henckels AG im Mai ihren dritten Nachhaltigkeitsbericht der Öffentlichkeit präsentiert hat, legt der internationale Anbieter für Kochinstrumente jetzt nach und stellt seine präzisierte Strategie vor. Vor

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Nachdem die Zwilling J.A. Henckels AG im Mai ihren dritten Nachhaltigkeitsbericht der Öffentlichkeit präsentiert hat, legt der internationale Anbieter für Kochinstrumente jetzt nach und stellt seine präzisierte Strategie vor. Vor allem die Nachhaltigkeitsziele im Handlungsfeld Energieeffizienz und Umwelt werden weiter verschärft. Dabei setzt das Unternehmen unter anderem auf FSC-zertifiziertes Holz, Co2-Kompensation durch Klimaschutzzertifikate und die Ausweitung seiner Klimabilanzierung innerhalb der Lieferkette.

In anderen Handlungsfeldern hat sich Zwilling bereits im vergangenen Jahr hohe Ziele gesteckt: Bis 2030 soll das Produktportfolio, beispielsweise, zu 100 Prozent CO2-neutral sein. Damit dies auch gelingt, hat sich das Unternehmen nun ein weiteres Ziel gesetzt. „So sollen bis 2030 die CO2-Emissionen für die eigenen Produktions- und Logistikstandorte im Vergleich zu 2021 um 42 Prozent reduziert werden“, erklärt der Nachhaltigkeitsbeauftragte bei Zwilling, Tim Decken. Dank Life Cycle Screening wurde bereits eine Verringerung des Co2-Fußabrucks von Verpackungen erzielt, zum Beispiel bei der Messerserie Zwilling Pro.  Zudem soll Holz künftig ausschließlich aus nachhaltigen Quellen bezogen werden. Daher hat die Zwilling Gruppe ihre deutschen Gesellschaften FSC -Multisite-zertifiziert. Alle neu produzierten Messerblöcke bietet das Unternehmen somit im Heimatmarkt künftig nur noch in zertifizierter FSC-Qualität an. Im Nachhaltigkeitsbericht zeigt Zwilling darüber hinaus auf, wie durch den Erwerb von Klimaschutzzertifikaten in Indien beispielsweise der Aufbau von Solarparks vorangetrieben wird.

So konnten bisher schon 50 Prozent des in der Nachhaltigkeitsstrategie enthaltenem Dekarbonisierungsziels (Scope 1 und 2 gemäß Greenhouse Gas Protocol) erreicht werden. Angelehnt an den Net-Zero-Standard der Science Based Targets Initiative (SBTi) rückt Zwilling insbesondere in den Fokus, die Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Deshalb dehnt das Unternehmen die Klimabilanzierung im laufenden Jahr 2030 auf die vor- und nachgelagerte Wertschöpfungskette (Scope 3) aus.  „In Vorbereitung auf das neue Lieferkettenschutzgesetz (LkSG) haben wir das Risikomanagement erweitert und die Risikoanalyse des Geschäftsbetriebs sowie der unmittelbaren Zulieferer gemäß LkSG vorzeitig abgeschlossen. Wir wollen hierbei die Beziehungen zu unseren Lieferanten noch weiter intensivieren, um sicherzustellen, dass diese alle Sozial- und Umweltstandards unabhängiger, anerkannter Organisationen einhalten“, erläutert Technikvorstand Alexander Gulden.

Um die Transparenz sowie die Validität der Daten im Reporting zu erhöhen und die Nachhaltigkeitsaktivitäten noch systematischer zu verfolgen, hat Zwilling die Datenerhebung für den aktuellen Nachhaltigkeitsbericht optimiert – die Voraussetzung, um künftig die Vorgaben der neuen European Sustainability Reporting Standards (ESRS) zu erfüllen. Erstmalig ist Zwilling so in der Lage, eine unabhängige, externe Prüfung des Berichts nachzuweisen.