Ab Herbst mischt die Otto Group in Brasilien mit. (Foto von Rio de Janeiro: Jens Hausherr, Wikipedia)

Otto Group

Powerplay an der Copacabana

Jetzt steht die nächste Wirtschaftsmacht auf der Eroberungskarte. Wie vor fünf Jahren in Russland, so nimmt die Otto Group in diesem Herbst den Markteintritt in dem nächsten BRIC-Land in Angriff. Der Konzern macht in Brasilien keine halben Sachen und verfolgt die Strategie, in allen drei Segmenten - E-Commerce, Service und Finanzdienstleistungen - gleichzeitig Aktivitäten zu starten.

Die Hamburger Unternehmensgruppe wird mit einer E-Commerce-Plattform für Mode und Lifestyle beginnen und befindet sich in finalen Verhandlungen für eine Beteiligung an einem etablierten Onlinehändler in Brasilien. Bei diesem Joint Venture wird die Otto Group der Mehrheitseigner sein.

Im Service wird das Hermes-Unternehmen NexTec Schnittstellen-Lösungen anbieten. Und die EOS-Gruppe hat 60 Prozent von Hoepers Recuperadora de Crédito S.A. übernommen, einem der Top 3-Inkassoanbieter Brasiliens.

br> Ziel des Otto-Konzerns ist es, in dem südamerikanischen Land eine ähnlich erfolgreiche Entwicklung wie in Russland zu erzielen und in fünf Jahren 500 Mio. US-Dollar zu erwirtschaften. Grundlage dafür ist die sehr erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung des Landes in den vergangenen Jahren, die sich auch auf den Einzelhandel auswirkt. Denn die Brasilianer shoppen ausgesprochen gern. So ist der Einzelhandel seit 2003 durchschnittlich um 9 Prozent pro Jahr gewachsen. Zudem nimmt die Internetnutzung stark zu - rund 70 Mio. Brasilianer sind bereits online und die Zahl der User wächst jährlich um rund 20 Prozent. Die Aussichten für das E-Commerce am Zuckerhut sind damit vielversprechend.

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